Feuerwehr in Burgwerben: Zweiter Anlauf für Gerätehaus-Umbau nach Fehlkalkulation
Der Umbau des Feuerwehrgerätehauses im Weißenfelser Ortsteil Burgwerben gestaltet sich als äußerst schwieriges Projekt. Nach einer massiven Fehlkalkulation bei den ursprünglichen Baukosten ist nun ein zweiter Anlauf notwendig, um die dringend benötigten Modernisierungsmaßnahmen erfolgreich umzusetzen. Ortschaftsräte fordern dabei klare Verbesserungen in der Planung, damit sich solche Fehler bei künftigen Bauvorhaben nicht wiederholen.
Kostenexplosion bei Modernisierungsplänen
Ursprünglich hatte die Stadt Weißenfels für die Modernisierung des Daches und den Bau eines neuen Umkleidebereichs im Feuerwehrgerätehaus Burgwerben lediglich 230.000 Euro veranschlagt. Bereits im Jahr 2025 wurde jedoch deutlich, dass diese Kalkulation bei weitem nicht ausreichen würde. Tatsächlich waren bereits für zusätzliche Arbeiten wie neue Bodenplatten und ein spezielles Metallgerüst zur Lastverteilung des neuen Daches weitere 325.000 Euro notwendig.
Diese massive Kostenüberschreitung von fast 50 Prozent machte deutlich, dass die ursprüngliche Planung gravierende Mängel aufwies. Das Metallgerüst allein wurde benötigt, um das Gewicht des neuen Daches samt umfangreicher Dämmung sicher tragen zu können – eine Anforderung, die in der ersten Kostenschätzung offenbar nicht ausreichend berücksichtigt worden war.
Forderungen der Ortschaftsräte
Die Ortschaftsräte in Burgwerben fordern nun klare Konsequenzen aus diesem gescheiterten ersten Anlauf. Sie verlangen eine deutlich gründlichere Planung für künftige Bauvorhaben, insbesondere bei kommunalen Projekten von öffentlichem Interesse. Konkret werden folgende Maßnahmen gefordert:
- Frühzeitige Einbindung von Fachgutachten bei der Kostenkalkulation
- Transparente Darstellung aller notwendigen Bauleistungen von Beginn an
- Regelmäßige Zwischenkontrollen während der Planungsphase
- Klare Verantwortlichkeiten bei der Projektsteuerung
Diese Forderungen zielen darauf ab, die Planungssicherheit für kommunale Bauprojekte deutlich zu erhöhen und kostspielige Nachbesserungen wie im Fall des Burgwerbener Feuerwehrgerätehauses künftig zu vermeiden.
Auswirkungen auf die Feuerwehrarbeit
Die Verzögerungen beim Umbau des Gerätehauses haben direkte Auswirkungen auf die Arbeit der Freiwilligen Feuerwehr in Burgwerben. Die Einsatzkräfte müssen weiterhin mit veralteten Umkleidemöglichkeiten und einem nicht optimal gesicherten Dach arbeiten, was sowohl den Komfort als auch die Sicherheit beeinträchtigt.
Ortsbürgermeister Hubert Schmoranzer betont die Dringlichkeit einer zügigen Umsetzung des nun geplanten zweiten Anlaufs. Die Feuerwehr leiste unverzichtbare Arbeit für die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger in Burgwerben und den umliegenden Gemeinden. Eine angemessene Infrastruktur sei daher nicht nur wünschenswert, sondern notwendig für die Aufrechterhaltung des Einsatzniveaus.
Der zweite Anlauf für den Umbau des Feuerwehrgerätehauses soll nun mit deutlich verbesserter Planung und realistischerer Kostenschätzung erfolgen. Die Erfahrungen aus dem gescheiterten ersten Versuch sollen dabei als Lehre für künftige kommunale Bauvorhaben dienen.



