Feuerwehr Demmin kämpft um moderne Ausrüstung: „Kein Geld ersetzt Menschenleben“
Feuerwehr Demmin: Kampf um bessere Ausstattung für Lebensretter

Feuerwehr Demmin kämpft um moderne Ausrüstung: „Kein Geld ersetzt Menschenleben“

In der Hansestadt Demmin setzt sich die Freiwillige Feuerwehr mit Nachdruck für eine verbesserte Ausstattung ein. Wehrführer Felix Schliwa betont dabei eindringlich: „Kein Geld kann Menschenleben ersetzen.“ Der Feuerwehrförderverein hat eine Spendenaktion ins Leben gerufen, um spezielle Geräte zu beschaffen, die über die Grundausstattung hinausgehen und aktuell nicht aus städtischen Haushaltsmitteln finanziert werden können.

Spendenaktion für lebensrettende Technik

Auf der Wunschliste der Kameraden stehen mehrere hochmoderne Geräte, die im Ernstfall über Leben und Tod entscheiden können. Dazu zählt ein automatisierter externer Defibrillator (AED) für schnelle Hilfe bei Herzstillständen. Ebenso werden eine Wärmebildkamera, eine spezielle Krankentrage für Wirbelsäulenverletzungen, eine Drohne zur Einsatzüberwachung sowie diverse Kleinigkeiten für die Jugendfeuerwehr dringend benötigt.

Einige Bürger in Demmin sehen diese Initiativen kritisch, da die Ausstattung der Feuerwehr eigentlich zu den Pflichtaufgaben der Stadt gehört. Allerdings muss die Kommune angesichts knapper Kassen Prioritäten setzen und sich auf das absolut Notwendige beschränken. Für zusätzliche, hilfreiche Ausrüstung springt daher der Feuerwehrförderverein ein.

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Verein ermöglicht Anschaffung moderner Rettungsgeräte

„Der Verein wurde gegründet, um die Kameradschaft zu fördern und die Arbeit der Feuerwehr zu unterstützen“, erklärt Wehrführer Felix Schliwa. Durch gesammelte Spenden konnte bereits ein teures Multifunktionstool namens „Holmatro T1“ angeschafft werden. Gemeinsam mit Maschinist David Brummund demonstriert Schliwa das hydraulische Türöffnungsgerät, das im Brandfall wertvolle Sekunden einspart. „Das bringt uns Tempo, und das ist im Ernstfall sehr wichtig“, so der Wehrführer.

Hohe technische Anforderungen an Ehrenamtliche

Die Mitgliedschaft in der Freiwilligen Feuerwehr stellt heute hohe technische Anforderungen. „Unser Aufgabenfeld ist erheblich gewachsen“, betont Schliwa. Moderne Feuerwehrfahrzeuge sind mit umfangreicher Computertechnik ausgestattet, die regelmäßiges Training erfordert. Die Maschinisten absolvieren alle zwei Monate spezielle Dienste, um mit allen Funktionen vertraut zu bleiben. Zudem sind regelmäßige Fahrübungen und Wartungsarbeiten an Geräten wie Stromerzeugern und Kettensägen unerlässlich.

Nachwuchsgewinnung und psychische Belastung

Um neue Kameraden zu gewinnen, plant die Feuerwehr Demmin einen Abend der offenen Tür für Erwachsene. Interessierte durchlaufen zunächst eine Grundausbildung, wobei jeder seine individuellen Fähigkeiten und Grenzen einbringen kann. „Das Einsatzstichwort zu lesen und dann zu sagen ‚das kann ich nicht‘ ist absolut in Ordnung“, stellt Schliwa klar.

Die psychische Belastung nach schwierigen Einsätzen wird in der Kameradschaft aufgefangen. „Das ist dann eine Frage der Kameradschaft, dass wir einander wieder aufbauen“, erklärt der Wehrführer. Regelmäßig wird nach dem Wohlbefinden von geretteten Unfallopfern gefragt, was für die Einsatzkräfte sehr wichtig ist.

Große Investitionen in der Pipeline

Eine bedeutende Investition steht aktuell an: Die Demminer Feuerwehr benötigt ein neues Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug (HLF) 20. Ein Antrag auf Fördermittel beim Land ist bereits gestellt. „Wir warten auf die Fördermittel“, sagt Schliwa. Jede Unterstützung – ob groß oder klein – trägt dazu bei, dass die Feuerwehr schnell und zuverlässig Hilfe leisten kann. Abschließend betont der Wehrführer: „Die Feuerwehr ist ein großer Kostenfaktor für die Stadt, aber kein Geld kann Menschenleben ersetzen.“

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