Neustrelitz: 600.000 Euro für Feuerwehrhaus reichen nicht - Bürgermeister sucht weitere Fördermittel
Feuerwehrhaus Neustrelitz: 600.000 Euro reichen nicht aus

Feuerwehrhaus in Neustrelitz: Minister stellt 600.000 Euro in Aussicht, doch Bürgermeister sucht weitere Fördermittel

Das Feuerwehrgerätehaus in Strelitz-Alt ist in die Jahre gekommen und bietet den Einsatzkräften denkbar schlechte Bedingungen. Die Stadt Neustrelitz sucht seit Jahren nach Lösungen und vor allem nach ausreichenden Fördergeldern für einen dringend benötigten Neubau. Innen- und Bauminister Christian Pegel (SPD) hat nun 600.000 Euro für das Projekt in Aussicht gestellt, doch Bürgermeister Andreas Grund (parteilos) erklärte deutlich, dass diese Summe bei weitem nicht ausreicht.

Neubau statt Sanierung: Pläne sind bereits fertig

Die Möglichkeiten für einen Aus- oder Umbau des bestehenden Gerätehauses in der Schulstraße sind stark eingeschränkt. Auf dem Grundstück kann das Gebäude nicht erweitert werden, und die Ausfahrt auf die Straße ist ohnehin zu knapp für die modernen Feuerwehrfahrzeuge. Deshalb war relativ schnell klar, dass nur ein kompletter Neubau infrage kommt. Die Pläne dafür sind bereits fertiggestellt und sehen einen Standort am Kreisverkehr in der Carl-Meier-Straße vor. Die Umsetzung hängt jedoch vollständig von der Finanzierung ab, was bei der derzeit angespannten Haushaltslage der Stadt ein schwieriges Unterfangen darstellt.

7 Millionen Euro Gesamtkosten: Stadt ist auf Fördermittel angewiesen

Insgesamt soll der Neubau des Feuerwehrgerätehauses etwa 7 Millionen Euro kosten. Bürgermeister Andreas Grund hatte in den vergangenen Monaten wiederholt Kontakt mit Staatssekretären aus dem Ministerium für Bau und Inneres aufgenommen, um Fördergelder zu akquirieren. Die nun in Aussicht gestellten 600.000 Euro sind zwar ein wichtiger erster Schritt, reichen aber bei weitem nicht aus. Die Stadt ist daher dringend auf zusätzliche Fördermittel angewiesen, um das Projekt realisieren zu können.

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Strelitz-Alt hat Vorrang: Altes Gebäude über 150 Jahre alt

Neustrelitz verfügt über mehrere Ortsfeuerwehren, doch für die Verwaltung war früh klar, dass Strelitz-Alt Vorrang hat. Das bestehende Gebäude, das früher als Wagenhalle diente, ist über 150 Jahre alt und entspricht nicht mehr den modernen Anforderungen. Zwischen dem Gebäude und der Straße fehlt zudem eine sogenannte Ausfuhrzone, die für die Feuerwehrfahrzeuge eigentlich notwendig wäre. Sollte der Neubau realisiert werden, könnte das alte Gebäude laut Rahmenplanung für die Sanierung des Stadtgebietes zu einem Begegnungszentrum umgewandelt werden.

Weitere Ortswehren benötigen ebenfalls Modernisierungen

Auch die anderen drei Ortsfeuerwehren in Neustrelitz, Klein Trebbow und Fürstensee benötigen modernisierte Gebäude. Die Ortswehr Neustrelitz braucht ebenfalls ein neues Gebäude, allerdings ist der Zustand des Hauses an der Louisenstraße nicht so kritisch wie in Strelitz-Alt. Die Bedeutung der kleineren Wehren zeigt sich daran, dass die Feuerwehr laut Richtlinie nur zehn Minuten zu jedem Einsatz benötigen soll – eine Vorgabe, die laut Bürgermeister Grund oft schwer einzuhalten ist.

Nächste Fördermöglichkeit: Bewerbungsfrist endet am 30. April

Für die Stadt sind die nun in Aussicht gestellten 600.000 Euro zwar ein wichtiger erster Schritt, aber vermutlich nicht ausreichend. Bürgermeister Andreas Grund plant daher, sich für weitere Fördermittel zu bewerben. Innenminister Christian Pegel wies darauf hin, dass die Bewerbungsfrist für zusätzliche Gelder aus dem MV-Plan am 30. April endet. Eine Entscheidung über diese Förderanträge wird für Ende Juni erwartet. Die Stadt Neustrelitz bleibt somit weiterhin auf der Suche nach finanzieller Unterstützung, um das dringend benötigte neue Feuerwehrgerätehaus realisieren zu können.

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