Nach 33 Jahren Stadtpolitik: Horst Siggelkow tritt als Stadtvertreter in Malchow zurück
Horst Siggelkow tritt nach 33 Jahren Stadtpolitik zurück

Nach 33 Jahren Stadtpolitik: Horst Siggelkow tritt als Stadtvertreter in Malchow zurück

Nach mehr als drei Jahrzehnten kommunalpolitischer Tätigkeit hat Horst Siggelkow von der Wählergemeinschaft Sozial und gerecht – Gemeinsam für Malchow (SGM) sein Mandat als Stadtvertreter niedergelegt. Der langjährige Politiker begründet seinen Schritt unter anderem mit dem politischen Wandel der vergangenen Jahre, der das Klima in der Stadtvertretung spürbar verändert habe.

Eine Ära geht zu Ende: Siggelkows politische Laufbahn

Seit dem Jahr 1992 war Horst Siggelkow kontinuierlich in der Kommunalpolitik aktiv. In dieser Zeit habe sich die stadtpolitische Arbeit grundlegend gewandelt, wie er in einem Rückblick erläuterte. „Als wir nach der politischen Wende begannen, war vieles neu und musste schnell erarbeitet werden“, erinnerte sich der ehemalige Lehrer, der mittlerweile im Ruhestand lebt. Dabei profitierte die Stadt Malchow von der Unterstützung ihrer Partnerstädte, und trotz unterschiedlicher politischer Strömungen arbeiteten die Mitglieder der Stadtvertretung mit großem Engagement für das Gemeinwohl.

Siggelkow brachte sein Fachwissen insbesondere im Bildungsausschuss ein und wirkte darüber hinaus in nahezu allen Ausschüssen als Mitglied oder Stellvertreter mit. Als Fraktionsvorsitzender der Linken war er maßgeblich an der Erarbeitung zahlreicher Projekte beteiligt, die die Entwicklung der Stadt prägten.

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Erfolge und Rückschläge: Die Bilanz einer langen Amtszeit

Zu den positiven Entwicklungen, die Siggelkow in seiner Amtszeit miterlebte, zählen vor allem die Entstehung der Integrierten Gesamtschule (IGS) sowie die nachhaltige Entwicklung des Stadthafens. Diese Projekte stehen beispielhaft für den Fortschritt, den Malchow in den vergangenen Jahrzehnten gemacht hat.

Doch nicht alles verlief nach Plan. „Aber auch schwerwiegende Fehler mussten wir verkraften, etwa das Projekt der Alten Weberei“, räumte Siggelkow ein. Das Industriedenkmal an der Güstrower Straße ist seit Jahren dem Verfall preisgegeben und symbolisiert damit auch die Herausforderungen, mit denen die Stadtpolitik zu kämpfen hatte.

Das veränderte politische Klima: Ein Grund für den Rücktritt

Aus Siggelkows Sicht hat sich das politische Klima in Malchow in den letzten Jahren spürbar verändert. Diese Entwicklung bewertet er als Ergebnis von Wählerentscheidungen, die zu einer Verschiebung der politischen Landschaft führten. Persönliche Empfindungen und parteipolitische Grabenkämpfe rückten zunehmend in den Vordergrund, während es immer schwieriger wurde, stabile Mehrheiten für wichtige Entscheidungen zum Wohl der Stadt zu finden.

Diese veränderten Rahmenbedingungen haben letztlich dazu beigetragen, dass Siggelkow nun den Zeitpunkt für seinen Rückzug gekommen sieht. „Ich bedanke mich bei allen, mit denen wir eine gute Arbeit für die Stadt Malchow geleistet haben“, sagte er abschließend und verabschiedete sich damit aus den Reihen der Stadtvertreter.

Stadtvertreterpräsident Rickert Reeps und Bürgermeister René Putzar dankten Siggelkow für sein langjähriges Engagement und seine Verdienste um die Stadt. Sein Rücktritt markiert das Ende einer Ära, die von Aufbau, Entwicklung, aber auch von kontinuierlichem Wandel geprägt war.

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