Im Seeland sorgt die geplante Erhöhung der Aufwandsentschädigungen für Stadträte für Diskussionen. Der Nachterstedter Ortschaftsrat Andreas Hampe von der UWG Nachterstedt zeigt sich verärgert: „Es ist kein gutes Zeichen nach außen“, kommentiert er die überarbeitete Entschädigungssatzung, die derzeit in den Ortschaftsräten und Ausschüssen der Stadt Seeland beraten wird. Das Papier, das vom Stadtrat verabschiedet werden soll, sieht vor, dass Stadträte künftig mehr Geld für ihre ehrenamtliche Tätigkeit erhalten.
Was die Ortschaftsräte kritisieren
Die Nachterstedter Ortschaftsräte haben mehrere Punkte an dem Entwurf auszusetzen. Neben der grundsätzlichen Höhe der Erhöhung bemängeln sie vor allem die mangelnde Transparenz und die fehlende Kommunikation mit den Ortschaftsräten. „Es wurde nicht ausreichend erklärt, warum die Erhöhung notwendig ist“, so Hampe. Zudem befürchten sie, dass die höheren Entschädigungen die finanzielle Belastung der Stadt erhöhen könnten, ohne dass ein direkter Mehrwert für die Bürger erkennbar sei.
Was befürwortet wird
Gleichzeitig gibt es auch Zustimmung zu bestimmten Aspekten der Satzung. Die Ortschaftsräte begrüßen grundsätzlich die Anerkennung des ehrenamtlichen Engagements durch eine angemessene Entschädigung. Allerdings fordern sie eine differenziertere Regelung, die die unterschiedlichen Aufwände der Stadträte berücksichtigt. „Es geht nicht darum, die Arbeit der Stadträte schlechtzureden, sondern um eine faire und nachvollziehbare Lösung“, betont Hampe.
Der Stadtrat wird voraussichtlich in den kommenden Wochen über die Satzung abstimmen. Die Diskussion zeigt, dass das Thema Aufwandsentschädigungen in der Kommunalpolitik weiterhin kontrovers bleibt.



