Das 20. Maibaumfest in Sennewitz ist gefeiert worden – doch ob es ein 21. geben wird, ist plötzlich ungewiss. Ausgerechnet eine neue Auflage der Gemeinde könnte das traditionsreiche Fest zum Scheitern bringen. Dabei gehört das jährliche Maibaumsetzen längst zum festlichen Auftakt in Sennewitz (Petersberg).
20 Jahre Maibaumtradition in Sennewitz
Seit zwei Jahrzehnten wird in Sennewitz der Maibaum aufgestellt. Was als kleine Initiative begann, ist heute ein fester Bestandteil des Dorflebens. In diesem Jahr feierten die Bewohner das 20. Jubiläum mit einem großen Fest. Doch die Stimmung war getrübt: Die beiden Maiburschen Bolko Mühs-Portius und Daniel Block blicken sorgenvoll in die Zukunft.
Neue Gemeindesatzung als Hindernis
Grund für die Unsicherheit ist eine neue Satzung der Gemeinde Petersberg, die zusätzliche Auflagen für Veranstaltungen vorsieht. „Da bekommt man schon Gänsehaut“, sagt Mühs-Portius im Gespräch mit unserer Redaktion. Die bürokratischen Hürden seien so hoch, dass die Organisation des Fests kaum noch ehrenamtlich zu stemmen sei. Block ergänzt: „Wir wollen die Tradition unbedingt fortführen, aber der Aufwand wird immer größer.“
Ehrenamtliche unter Druck
Das Maibaumsetzen lebt vom Engagement der Dorfbewohner. Ohne die Maiburschen und viele helfende Hände wäre das Fest nicht möglich. Doch die neuen Regelungen verlangen unter anderem detaillierte Sicherheitskonzepte und höhere Versicherungsauflagen. „Das kostet Zeit und Geld, das wir als kleine Gruppe kaum aufbringen können“, erklärt Block.
Hoffnung auf Kompromiss
Trotz der Schwierigkeiten geben die beiden nicht auf. Sie hoffen auf einen Dialog mit der Gemeindeverwaltung, um eine Lösung zu finden. „Vielleicht kann man die Auflagen für traditionelle Feste wie unseres lockern“, wünscht sich Mühs-Portius. Bis dahin bleibt die Frage offen, ob das Maibaumfest in Sennewitz eine Zukunft hat.
Das 20. Maibaumfest war ein voller Erfolg – doch ob es das letzte war, wird sich erst im nächsten Jahr zeigen. Die Sennewitzer hoffen, dass die Tradition weiterleben kann.



