Stadträte erleben marode Mühlenstraße: Busfahrt in Mosigkau wird zur Tortur
Es wackelte und ratterte so laut, dass die eigenen Worte kaum zu verstehen waren. In Schrittgeschwindigkeit bewegte sich der Bus der Dessauer Verkehrs GmbH (DVG) über die Mühlenstraße in Mosigkau. „Es ist eine reinste Tortur für die Maschine“, erklärte Marco Franke, Geschäftsführer der DVG, während der holprigen Fahrt. Mit einer speziellen Sonderfahrt hatte der Mosigkauer Ortschaftsrat Vertretern der Stadt Dessau-Roßlau den desolaten baulichen Zustand der Straße unmittelbar vor Augen führen wollen – und das gelang eindrucksvoll.
Konsequenzen des schlechten Straßenzustands
Der miserable Zustand der Mühlenstraße in Mosigkau hat nun handfeste Folgen: Ab dem Jahr 2027 wird die ÖPNV-Anbindung für diesen Bereich wegfallen. Der Ortschaftsrat sieht dringenden Handlungsbedarf und hat deshalb Stadträte zu einer besonderen Busfahrt eingeladen, um die Problematik direkt erfahrbar zu machen. Die Mitglieder des Stadtrates informierten sich dabei intensiv über den Straßenzustand in Mosigkau.
Die Fahrt gestaltete sich als eine echte Herausforderung für Fahrzeug und Insassen. Die holprige Oberfläche und die starken Vibrationen machten eine normale Unterhaltung nahezu unmöglich. Die Stadträte konnten so selbst erleben, welche Belastungen der tägliche Verkehr auf dieser Strecke bedeutet. Diese unmittelbare Erfahrung soll dazu beitragen, dass dringende Sanierungsmaßnahmen endlich in Angriff genommen werden.
Reaktionen und nächste Schritte
Die Aktion des Ortschaftsrates zeigt deutlich, wie ernst die Situation vor Ort ist. Die geplante Einstellung des öffentlichen Personennahverkehrs ab 2027 unterstreicht die Dringlichkeit. Ohne eine grundlegende Sanierung der Mühlenstraße wird die Mobilität der Anwohner erheblich eingeschränkt. Die Stadträte haben nun die Gelegenheit, aus erster Hand zu berichten und politischen Druck für eine schnelle Lösung aufzubauen.
Es bleibt abzuwarten, ob diese demonstrative Busfahrt die notwendigen Weichen stellt. Die betroffenen Bürger hoffen auf eine baldige Besserung der Infrastruktur, um nicht langfristig von der öffentlichen Verkehrsanbindung abgeschnitten zu werden. Die Mühlenstraße in Mosigkau steht exemplarisch für viele vernachlässigte Straßenabschnitte, die dringend der Aufmerksamkeit der Verantwortlichen bedürfen.



