Hantavirus-Schutz: Nager effektiv bekämpfen und fernhalten
Hantavirus-Schutz: Nager effektiv bekämpfen

Nach dem Hantavirus-Ausbruch auf dem Kreuzfahrtschiff „Hondius“ wächst die Sorge, wie gefährlich das Virus für unseren Alltag wirklich ist. In Deutschland wird die Krankheit zwar nicht durch Hausmäuse oder Ratten übertragen, aber durch Rötelmäuse (in Süddeutschland) und Brandmäuse (in Norddeutschland). Diese Nager leben überwiegend im Freien, nisten sich aber auch in Garagen, Kellern oder Geräteschuppen ein. Das größte Risiko für eine Hantavirus-Infektion besteht bei Kontakt zu infizierten Nagern oder deren Ausscheidungen. Wenn sich Mäuse im Garten tummeln, ist das zunächst kein Problem – sie sollten nur nicht in den Wohnbereich eindringen. Doch wie wird man sie los? Und welche Sicherheitsmaßnahmen sind bei der Beseitigung ihrer Ausscheidungen zu beachten?

So verhindern Sie, dass Nager ins Haus kommen

Meist gelangen Mäuse und Ratten durch Kellerfenster und Abflüsse ins Haus. Diese müssen daher mit Gittern und Klappen gesichert werden. Lebensmittel und Abfälle wie die Biotonne sollten stets gut verschlossen sein. Beseitigen Sie zudem Unterschlupf- und Nistmöglichkeiten für Nager, etwa Sperrmüll, Altreifen und Abfallhaufen. So machen Sie Ihr Zuhause für die Tiere unattraktiv.

Effektive Methoden zur Nagetierbekämpfung

Wenn die Nager bereits da sind, empfiehlt das Robert-Koch-Institut (RKI) den Einsatz geeigneter Schlagfallen. Geeignete Plätze zum Aufstellen sind dunkle Ecken und entlang von Wänden. Überprüfen Sie die Fallen und Köder regelmäßig. Achtung: Werden Nagergifte eingesetzt, dürfen nur zugelassene Mittel verwendet werden. Platzieren Sie Gifte und Fallen so, dass Kinder und Haustiere nicht gefährdet werden. Bei starkem Befall können erfahrene Kammerjäger helfen. Wer zunächst auf chemische Mittel verzichten möchte, kann es mit Kamille, Kampfer oder Pfefferminz versuchen – deren Geruch mögen Mäuse gar nicht. Auch getrocknete Oleanderblätter, die tief in die Mauselöcher gestreut werden, wirken abschreckend. Löcher können Sie temporär mit einem Korken verschließen, der in Terpentin oder Cayennepfeffer getaucht wurde. Als Köder für Fallen ist Erdnussbutter besonders wirksam.

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Ausscheidungen und tote Nager sicher entfernen

Eine Infektionsgefahr geht hauptsächlich von Nagerkot und -urin aus. Vermeiden Sie Staubaufwirbelungen bei der Reinigung befallener Räume. Benutzen Sie keinen Staubsauger, da Viren über die Abluft freigesetzt werden könnten. Besprühen Sie tote Mäuse und Ausscheidungen vor der Entfernung mit einem Reinigungsmittel, um Staub zu binden. Reinigen Sie betroffene Böden und Flächen anschließend gründlich mit Haushaltsreiniger. Tragen Sie dabei Gummihandschuhe und bei Staubentwicklung möglichst eine eng anliegende FFP3-Maske. Geben Sie die toten Mäuse in eine Plastiktüte, verschließen Sie diese und entsorgen Sie sie mit dem Hausmüll.

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