Modulbau aus Parchim soll Hortplätze in Woldegk erweitern
In Woldegk wird ein Modulbau aus Parchim als neuer Hort für Kinder aufgestellt, um den steigenden Bedarf an Betreuungsplätzen zu decken. Die Stadtvertreter haben in ihrer jüngsten Sitzung einstimmig dem Bauantrag „Aufstellung Übergangscontainer als Hortgebäude“ zugestimmt. Wenn alles nach Plan verläuft, könnte das Gebäude zum neuen Schuljahr fertig sein und den Hortkindern ausreichend Raum bieten.
Vorbereitungen für den neuen Hort laufen an
Sobald die Baugenehmigung vorliegt, beginnen die vorbereitenden Arbeiten am Standort Ziegeleiweg 14. Der Untergrund muss so hergerichtet werden, dass er das aus mehreren Modulen zusammengesetzte Gebäude tragen kann. Zudem werden Versorgungsleitungen für Trinkwasser, Abwasser, Regenwasser, Strom, Gas, Telefon und Internet installiert, bevor die Kinder ihren neuen Hort in Besitz nehmen können.
Der Hort steht unter der Trägerschaft des Awo-Kreisverbandes Mecklenburg-Strelitz, der auch als Bauherr fungiert. Der Verband schlug vor, den wachsenden Bedarf an Hortplätzen durch eine Modulbaulösung abzudecken, ein Vorhaben, das nun mit dem Beschluss der Stadtvertretung konkrete Formen annimmt.
Großzügige Räumlichkeiten für vielfältige Aktivitäten
Der zu errichtende Hort verfügt über eine Gesamtfläche von 504 Quadratmetern, ist etwa 42 Meter lang und 12 Meter breit. Verschiedene Funktionsräume für Hausaufgaben, Entspannung und kreative Aktivitäten werden zur Verfügung stehen, wie Roland Toebe, hauptamtliches Vorstandsmitglied des Awo-Kreisverbandes, informierte. Der Modulbau steht derzeit in Parchim und wird nach Erhalt aller Genehmigungen auseinandergebaut, nach Woldegk transportiert und dort wieder zusammengesetzt.
Geplant ist zudem, den eingezäunten Außenbereich des Hortes zu begrünen und Spielgeräte wie eine Tischtennisplatte aufzustellen. Aktuell gibt es in Woldegk 66 Hortplätze, die laut Prognosen nicht ausreichen werden. Für das Schuljahr 2029/2030 wird ein Bedarf von 155 Hortplätzen für Grundschulkinder erwartet, unterstützt durch ein Gesetz zur ganztägigen Förderung, das einen Rechtsanspruch auf einen Hortplatz vorsieht.
Finanzielle Unterstützung und weitere Bauprojekte
Während der Stadtvertretersitzung wurde auch über ein vom Land in Aussicht gestelltes Sondervermögen diskutiert, das bis zu 50.000 Euro für investive Maßnahmen bereitstellen könnte. Bürgermeister Tony Hyna (parteilos) schlug vor, diese Mittel für die Installation einer Brandmeldeanlage in der Sporthalle am Gotteskamp zu verwenden. Weitere Maßnahmen umfassen die Prüfung der Baumaterialien auf Schwerentflammbarkeit und die Verbreiterung von zwei Türen von 90 auf 120 Zentimeter.
Diese baulichen Veränderungen könnten die Kapazitätsgrenze der Halle von derzeit 199 Personen aufheben und eine Nutzung als Mehrzweckhalle ermöglichen. Die Stadt Woldegk setzt damit wichtige Schritte, um sowohl die Kinderbetreuung als auch die Infrastruktur für Veranstaltungen zu verbessern und den wachsenden Anforderungen gerecht zu werden.



