Parchimer Politiker spielt Aprilscherz: AfD-Mann wechselt zur CDU und wird prompt ausgeschlossen
Parchim: AfD-Mann spielt Aprilscherz mit CDU-Wechsel

Parchimer Politiker inszeniert satirischen Wechsel zur CDU

Am 1. April 2026 sorgte der Parchimer AfD-Politiker Tobias Pontow auf Facebook für Aufsehen. In einem satirischen Beitrag verkündete er seinen Eintritt in die CDU und erklärte, Bürgermeister Dirk Flörke ablösen zu wollen. Als Grund für den angeblichen Wechsel gab Pontow an, Flörke habe sich Sorgen gemacht, dass er sich als Büroleiter im Bundestag, Kreistagsvizepräsident und Fraktionsvorsitzender in der Stadtvertretung womöglich kaputt arbeiten könnte.

CDU kontert mit humorvoller Antwort

Die CDU Parchim reagierte prompt mit einer ebenso satirischen Erwiderung auf den Aprilscherz. In ihrem Facebook-Post hieß es, man habe sich zunächst über den Wechsel von Tobias Pontow gefreut, weil man schon lange darüber nachgedacht hatte, besonders in der politischen Arbeit in Parchim mehr auf Quantität statt auf Qualität zu setzen. Besonders beeindruckt habe die Kommunalpolitiker der Eifer, den das Neumitglied beim Verfassen von Anträgen an den Tag gelegt habe.

Leider hätten diese Anträge oft nicht Parchim, sondern bundespolitische Themen behandelt, daher seien sie für die Arbeit in der Stadtvertretung nicht hilfreich gewesen, beschrieb die CDU in ihrem Beitrag. Das Fass zum Überlaufen gebracht habe dann ein Antrag, in dem die Besteuerung eines KFZ mit einem Kennzeichen, welches mutmaßlich sein eigenes war, als völkerrechtswidrig eingeordnet sei. Daher habe man sich leider ausgerechnet zum 1. April von Tobias Pontow trennen müssen.

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Satirischer Schlagabtausch amüsiert Leser

Der satirische Beitrag von Tobias Pontow beschrieb humorvoll, dass die erste Zeit in der CDU-Fraktion holprig gewesen sei: Kein Hinterbänkler wollte neben mir sitzen, aus Angst, ich könnte ihn mit einem Wortbeitrag versehentlich aufwecken, schrieb der AfD-Politiker. Außerdem habe er sich erst an das neue Arbeitstempo gewöhnen müssen, da die AfD-Fraktion in der Stadtvertretung deutlich mehr Anträge gestellt habe als die CDU. Acht Stunden täglich die Zimmerdecke anzusehen, war härter als gedacht, hieß es in dem Post.

Mit diesem satirischen Schlagabtausch auf Facebook haben die beiden Fraktionen des Parchimer Stadtparlaments nach Ansicht einiger Leser erheblich mehr Humor bewiesen, als man ihnen zugetraut habe. Insofern sei diese Nutzung der sozialen Medien durchaus witzig, heißt es von den Lesern. Sie seien froh, dass es doch auch in den sozialen Medien inhaltliche Auseinandersetzungen gebe, insbesondere da sich besonders auf Facebook und Co Politik oft sehr einseitig präsentiere.

Was viele User sofort erkannten: Diese Meldung war ein Aprilscherz, auf den die CDU Parchim in ebenso satirischer Weise geantwortet und damit viele Leser amüsiert hat. Der politische Schlagabtausch zum 1. April zeigte, dass auch in der Lokalpolitik Raum für humorvolle Auseinandersetzungen bleibt.

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