Schlossberg-Debatte in Neustrelitz: Beirat wird nach sieben Jahren erfolgloser Arbeit aufgelöst
Der Neustrelitzer Schlossberg präsentiert sich heute noch immer im gleichen Zustand wie im Jahr 2019, als die Stadtvertretung die Gründung eines speziellen Beirats für das historische Areal beschloss. Nach Jahren der Untätigkeit und gescheiterten Beteiligungsversuchen steht nun das endgültige Aus für das Gremium bevor. Die Verwaltung hat die formale Auflösung eingeleitet, nachdem der Beirat sich nie wirklich konstituieren konnte.
Jahrzehntelange Diskussionen ohne greifbare Ergebnisse
Was mit dem Schlossberg in Neustrelitz geschehen soll, beschäftigt die lokale Politik und die Bürgerinnen und Bürger bereits seit mehreren Jahrzehnten. Die kontroverse Debatte um die Zukunft des historischen Geländes führte 2019 zur Einrichtung eines speziellen Beirats, der verschiedene Kompetenzen bündeln und Synergien schaffen sollte. Doch dieser ambitionierte Plan scheiterte bereits in der Anfangsphase.
Behörden verweigerten die Mitarbeit
Eigentlich sollten im Beirat neben der Stadt Neustrelitz und dem Landkreis Mecklenburgische Seenplatte auch das Finanzministerium von Mecklenburg-Vorpommern sowie das Staatliche Bau- und Liegenschaftsamt vertreten sein. Doch beide Landesbehörden lehnten eine Beteiligung an dem Gremium ab. Diese Verweigerungshaltung führte dazu, dass der Beirat nie richtig arbeiten konnte, wie aus Verwaltungskreisen verlautet.
Der stellvertretende Bürgermeister Nico Ruhmer bestätigte in der jüngsten Sitzung des Bauausschusses, dass sich das Gremium nicht einmal formal konstituiert habe. Seit zwei Jahren liege die Arbeit des Beirats komplett brach. Zudem stehen auf Landesebene regulatorische Änderungen für solche Beiräte bevor, was die Auflösung zusätzlich begünstigt.
Formaler Auflösungsprozess läuft
Der Bauausschuss hat in seiner letzten Sitzung bereits einer entsprechenden Vorlage der Stadtverwaltung zugestimmt, die die Auflösung des Beirats vorsieht. Mit der formellen Beendigung des Gremiums kann dann auch der entsprechende Paragraf aus der Neustrelitzer Hauptsatzung gestrichen werden. Die endgültige Entscheidung muss allerdings noch die Stadtvertretung in ihrer kommenden Sitzung treffen.
Die Hoffnung, durch den Beirat verschiedene Behörden mit interessierten Vereinen und Bürgergruppen zusammenzubringen, hat sich nicht erfüllt. Damit bleibt die Zukunft des Schlossbergs weiterhin ungewiss, während ein weiteres Kapitel in der langjährigen Diskussion um das historische Areal geschlossen wird.



