Schwerin: Stadt entschuldigt sich für Serverausfall bei OB-Wahl - Technisches Versehen verursacht Panne
Schwerin: Stadt entschuldigt sich für Serverausfall bei OB-Wahl

Schweriner OB-Wahl von technischer Panne überschattet

Bei der ersten Runde der Oberbürgermeisterwahl in Schwerin ist es am Wahlsonntag zu einem peinlichen technischen Vorfall gekommen. Der städtische Internet-Server, auf dem die offizielle Homepage der Stadt betrieben wird, brach unter dem Ansturm von Nutzern zusammen, die auf die Wahlergebnisse zugreifen wollten. Dies geschah, obwohl eigentlich spezielle Vorkehrungen für genau diesen Fall getroffen worden waren.

Serverüberlastung trotz geplanter Kapazitätserhöhung

Laut Angaben der Stadtsprecherin Michaela Christen sei der Server des beauftragten IT-Unternehmens am Wahlabend aufgrund der extrem hohen Zugriffszahlen komplett überlastet gewesen. In der Folge kam es zwischen 18 und etwa 19.30 Uhr zu einem vollständigen Ausfall der Website. Die Stadtverwaltung bedauert dieses technische Versehen ausdrücklich, wie Christen gegenüber unserer Redaktion mitteilte.

Bei der anschließenden Fehleranalyse stellte sich heraus, dass die erforderliche und bereits beauftragte Erhöhung der Serverkapazität zur Bewältigung des erwarteten Datenverkehrs am Wahlabend vom zuständigen Dienstleister nicht umgesetzt worden war. „Wir bedauern dieses technische Versehen zutiefst“, erklärte die Stadtsprecherin und betonte, dass man umgehend mit der Fehlerbehebung begonnen habe, sobald die Störung bekannt wurde.

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Alternative Ergebnisübertragung funktionierte tadellos

Während die Online-Präsenz der Stadt zeitweise nicht erreichbar war, verlief die parallele öffentliche Übertragung der Wahlergebnisse aus den einzelnen Wahlbezirken reibungslos. Im Foyer des Stadthauses wurden die Auszählungen aus der Wahlbehörde kontinuierlich und ohne Unterbrechung präsentiert. Diese Übertragung wurde von zahlreichen Bürgern sowie Medienvertretern verfolgt und teilweise auch gefilmt.

Die Stimmenauszählung selbst fand in insgesamt 55 Wahl- und 24 Briefwahllokalen statt und war von keinen technischen Problemen betroffen. Die Wahlbeteiligung und der Ablauf der eigentlichen Stimmabgabe blieben ebenfalls unberührt von dem Serverproblem.

Ausblick auf die anstehende Stichwahl

Beim ersten Wahlgang zur Schweriner Oberbürgermeisterwahl am 12. April 2026 konnten sich Sebastian Ehlers von der CDU mit 34,2 Prozent der Stimmen und Mandy Pfeifer (SPD/Linke mit Unterstützung von Bündnis 90/Die Grünen) mit 27,9 Prozent durchsetzen. Da keiner der Kandidaten die erforderliche absolute Mehrheit erreichte, kommt es am 26. April zu einer Stichwahl zwischen den beiden Erstplatzierten.

Die AfD-Kandidatin Petra Federau verpasste den Einzug in die entscheidende Runde nur knapp. Für die anstehende Stichwahl hat die Stadtverwaltung bereits organisatorische Vorkehrungen getroffen. Allen Wahlberechtigten, die bereits zur Hauptwahl per Briefwahl teilgenommen haben, wird automatisch ein neuer Wahlschein mit den entsprechenden Unterlagen zugesandt, sofern sie auch für die Stichwahl wahlberechtigt sind. Ein gesonderter Antrag ist damit nicht erforderlich.

Die Stadtverwaltung versichert, dass aus dem technischen Vorfall Konsequenzen gezogen wurden und für die Stichwahl am 26. April alle notwendigen Maßnahmen zur Vermeidung ähnlicher Probleme umgesetzt sind. Die Serverkapazitäten wurden inzwischen angepasst, um einem erneuten Ansturm standhalten zu können.

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