Gestapo-Greg im Ruhestand: Trumps Ex-Grenzschützer bietet Deutschland Hilfe bei Migration an
Gestapo-Greg: Trumps Ex-Grenzschützer will Deutschland helfen

Gestapo-Greg im Ruhestand: Trumps Ex-Grenzschützer bietet Deutschland Hilfe bei Migration an

Gregory Bovino (55), die umstrittene Symbolfigur der brutalen Grenzschutz-Einsätze unter Donald Trump, hat seinen vorzeitigen Ruhestand angetreten – und sucht nun offenbar nach neuen Aufgaben. Der ehemalige oberste Grenzschützer, der sich durch seinen langen grünen Mantel und martialisches Auftreten den Spitznamen „Gestapo-Greg“ einhandelte, erklärte sich jetzt bereit, Deutschland bei der Lösung des Migrationsproblems zu unterstützen.

„Happy to help“: Bovino zeigt Interesse an deutscher Migrationspolitik

In einem exklusiven Gespräch mit dem „Spiegel“ während des CPAC, dem jährlichen Festival der US-Rechten in Texas, äußerte Bovino seine Bereitschaft zur Zusammenarbeit. „Ich bin happy to help“, sagte der ehemalige Grenzschutzbeamte wörtlich. Gleichzeitig zeigte er sich verwundert über das deutsche Interesse an seiner Person und der US-Migrationspolitik – und fragte scherzhaft: „War es der Mantel?“

Dieser Mantel hatte tatsächlich für erhebliche Aufregung gesorgt. Kaliforniens Gouverneur Gavin Newsom (58) hatte Bovino vorgeworfen, er sei „buchstäblich so angezogen, als hätte er auf eBay SS-Kleidung gekauft“. Eine Anschuldigung, die Bovino jedoch stets zurückwies.

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Symbolfigur für Trumps harte Migrationspolitik

Bovino war Anfang des Jahres 2026 in Minneapolis zur Symbolfigur geworden, als er als Trumps oberster Grenzschützer zwischen den Kräften der Einwanderungsbehörde ICE und der Border Patrol die Jagd auf illegale Migranten überwachte. Bei diesen Einsätzen wurden zwei US-Bürger erschossen, was zu erheblichen Protesten führte und Bovino unter US-Demokraten den Beinamen „Gestapo-Greg“ einbrachte.

Seine Ansichten zur Migrationspolitik sind unverändert hart. Auch im Ruhestand hält Bovino an einem strikten Abschiebekurs fest und kritisiert sogar die aktuelle US-Politik unter Trumps Grenzschutzbeauftragtem Tom Homan (64) als zu lasch.

Radikale Forderungen: 100 Millionen Abschiebungen

„Wir brauchen Massenabschiebungen – und das passiert nicht“, betonte Bovino im Gespräch mit dem „Spiegel“. Nach seiner umstrittenen Rechnung müssten etwa 100 Millionen Menschen aus den USA abgeschoben werden – fast ein Drittel der gesamten US-Bevölkerung. „Ich bleibe bei dieser Zahl“, beharrte der ehemalige Grenzschützer.

Diese Forderung steht in krassem Gegensatz zu den Schätzungen selbst konservativer Denkfabriken, die die Zahl der illegalen Einwanderer in den Vereinigten Staaten auf maximal 15 Millionen beziffern.

USA bauen Abschiebeflotte massiv aus

Unterdessen fährt die Regierung unter Donald Trump weiter einen harten Kurs gegen Migranten. Wie verschiedene Medien berichten, stellt die Regierung der Einwanderungsbehörde ICE 464,5 Millionen US-Dollar für den Kauf von acht Boeing 737 und zwei Gulfstream G650 zur Verfügung.

Hintergrund dieser Investition ist Trumps Bestreben nach massenhaften Abschiebungen. Traditionell nutzen die USA teure Charterflüge sowie Militärflugzeuge für Abschiebungen, doch mit der neuen Flotte soll die Kapazität deutlich ausgeweitet werden.

Deutschland als Negativbeispiel in Trumps Rhetorik

Interessant ist Bovinos Angebot an Deutschland vor dem Hintergrund, dass Donald Trump die Bundesrepublik in der Migrationspolitik immer wieder als Negativbeispiel genannt hat. Bovino scheint diese Einschätzung zu teilen, auch wenn er nun Hilfe anbietet.

Ob deutsche Behörden auf das Angebot des umstrittenen Ex-Grenzschützers eingehen werden, bleibt fraglich. Sicher ist jedoch, dass Bovino auch im Ruhestand nicht bereit ist, von seinen radikalen Positionen abzurücken.

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