AfD-Mitglied legt Brandanschlag am eigenen Auto und täuscht Antifa-Drohung vor
AfD-Mitglied legt Brandanschlag am eigenen Auto

AfD-Mitglied täuscht politisch motivierten Anschlag vor und legt eigenes Auto in Brand

Was zunächst als ein politisch motivierter Anschlag gegen die AfD erschien, hat sich als eine durchdachte Täuschung entpuppt. Ein Mitglied der rechtsextremen Partei aus Mittelfranken hat nach Polizeiangaben sein eigenes Fahrzeug angezündet und anschließend versucht, die Schuld auf linksgerichtete Gruppierungen zu schieben. Der Mann gestand, den Brand selbst gelegt und einen angeblichen Drohbrief der Antifa gefälscht zu haben. Auch eine Graffitischmiererei, die scheinbar gegen ihn gerichtet war, hat er laut Ermittlungen eigenhändig angefertigt.

Polizei deckt Täuschungsmanöver auf

Die Polizei in Nürnberg spricht von einem klaren Fall der Täuschung. Nach dem Vorfall hatte der Staatsschutz zunächst von einer politisch motivierten Straftat ausgegangen und entsprechende Ermittlungen aufgenommen. Diese verliefen jedoch ins Leere, bis bei der forensischen Analyse des gefälschten Drohbriefs auffällige Übereinstimmungen mit der Handschrift des AfD-Mitglieds festgestellt wurden. Diese Entdeckung führte schließlich zum Geständnis des Mannes, der seine eigene Tat vertuschen wollte.

AfD beantragt Parteiausschluss nach peinlichem Vorfall

Die AfD reagiert mit einem Antrag auf Parteiausschluss. Der Bezirksvorstand Mittelfranken hat beschlossen, das Mitglied aus der Partei zu entfernen, nachdem die Täuschung bekannt wurde. Ein entsprechender Antrag wird nun an das Landesschiedsgericht der Partei gerichtet, das die endgültige Entscheidung treffen muss. In einer früheren Pressemitteilung hatte die AfD den Vorfall noch als "feigen Anschlag" gegen die Partei bezeichnet, muss nun jedoch kleinlaut zurückrudern. Parteifunktionäre betonen, dass das Mitglied durch seine Aktionen nicht nur Parteimitglieder getäuscht, sondern auch einen erheblichen Ansehensverlust und Schaden für die Partei verursacht habe.

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Hintergrund: Wiederholte Anschläge auf AfD-Politiker

Dieser Vorfall steht im Kontrast zu tatsächlichen politisch motivierten Anschlägen auf AfD-Politiker in der Vergangenheit. Beispielsweise brannte Ende des vergangenen Jahres das Auto von Bernd Baumann, dem Ersten Parlamentarischen Geschäftsführer der AfD-Bundestagsfraktion, in Hamburg ab. Das Landeskriminalamt bewertete diese Tat als politisch motivierte Brandstiftung. Auch das Fahrzeug von Parteichef Tino Chrupalla war im Jahr 2020 auf seinem Grundstück in Brand geraten. Diese realen Vorfälle unterstreichen die Sensibilität des Themas und machen die Täuschung durch das AfD-Mitglied umso gravierender.

Die Ermittlungen in diesem Fall sind abgeschlossen, und die Justiz wird nun über mögliche rechtliche Konsequenzen für den Mann entscheiden. Die AfD versucht unterdessen, den Imageschaden zu begrenzen, indem sie sich deutlich von dem Mitglied distanziert und auf einen schnellen Ausschluss drängt. Dieser Skandal zeigt einmal mehr, wie politisch aufgeladene Vorfälle manipuliert werden können, um eigene Agenda zu fördern oder Aufmerksamkeit zu erregen.

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