Der nordrhein-westfälische FDP-Landeschef Henning Höne hat überraschend seine Kandidatur für den Bundesvorsitz der Freien Demokraten zurückgezogen. Ein Sprecher der FDP in Nordrhein-Westfalen bestätigte diesen Schritt am Freitagnachmittag. Zuvor hatte die Frankfurter Allgemeine Zeitung über die Entscheidung berichtet.
Hintergründe des Rückzugs
Höne, der erst vor wenigen Wochen seine Bewerbung angekündigt hatte, nannte keine konkreten Gründe für seinen Verzicht. Parteikreisen zufolge könnte die mangelnde Unterstützung aus den eigenen Reihen eine Rolle gespielt haben. Der 38-Jährige gilt als Vertreter des liberalen Flügels und hatte sich für eine Erneuerung der Partei starkgemacht.
Auswirkungen auf die Kandidatenlage
Durch Hönes Rückzug bleibt vorerst nur noch Wolfgang Kubicki im Rennen um den FDP-Vorsitz. Der bisherige stellvertretende Bundesvorsitzende und Fraktionsvize gilt als erfahrener Politiker, aber auch als umstrittene Figur innerhalb der Partei. Ob weitere Kandidaten nachnominiert werden, ist noch offen. Die FDP will auf ihrem Bundesparteitag im Juni einen neuen Vorsitzenden wählen.
Henning Höne bleibt vorerst Landeschef der NRW-FDP und wird weiterhin im Landtag tätig sein. Seine Entscheidung kommt für viele Beobachter überraschend, da er als ambitionierter Nachwuchspolitiker galt.



