Der Machtkampf um die Führung der Freien Demokratischen Partei (FDP) ist entschieden. Wie beide in einem gemeinsamen Interview mit der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ ankündigten, soll Wolfgang Kubicki neuer Bundesvorsitzender der Liberalen werden. Henning Höne, der ursprünglich selbst für den Parteivorsitz kandidierte, zieht seine Bewerbung zurück und stellt sich als erster stellvertretender Bundesvorsitzender zur Verfügung.
Einigung nach intensiven Gesprächen
„Nach intensiven Gesprächen in den letzten Tagen haben wir uns dazu entschieden, die Kräfte zu bündeln“, erklärte Höne in dem Interview. „Wolfgang Kubicki kandidiert als Bundesvorsitzender und ich als erster stellvertretender Bundesvorsitzender.“ Damit endet ein wochenlanger interner Machtkampf, der die Partei zuletzt stark belastet hatte.
Hintergründe der Personalentscheidung
Kubicki, der bisher als Bundestagsvizepräsident und langjähriger FDP-Politiker bekannt ist, soll die Partei in eine neue Ära führen. Höne, der als Generalsekretär der FDP Nordrhein-Westfalen Erfahrung gesammelt hat, wird ihm als Stellvertreter zur Seite stehen. Die Einigung kommt überraschend, da beide zunächst als Konkurrenten um den Vorsitz gehandelt wurden.
Die FDP hatte in den vergangenen Monaten mit internen Spannungen zu kämpfen. Der bisherige Vorsitzende Christian Lindner hatte seinen Rückzug angekündigt, was einen offenen Führungsstreit auslöste. Mit der Einigung auf Kubicki und Höne hofft die Partei nun auf einen Neuanfang und geschlossenes Auftreten nach außen.
Die offizielle Wahl soll auf dem nächsten Bundesparteitag stattfinden. Beobachter rechnen mit einer breiten Zustimmung für das Duo. Kubicki gilt als erfahrener Stratege, Höne als junger Modernisierer – eine Kombination, die die unterschiedlichen Flügel der Partei vereinen soll.



