Ernüchternde Bilanz der US-Operation gegen Iran
Seit Ende Februar laufen die koordinierten Angriffe der Vereinigten Staaten und Israels auf den Iran. Die konkreten Militäroperationen begannen am frühen Morgen des 28. Februar 2026 mit gleichzeitigen Luft- und Raketenangriffen auf militärische sowie politische Ziele im gesamten Land. Doch die Bilanz dieser groß angelegten Offensive fällt deutlich ernüchternder aus als ursprünglich erhofft.
Geheimdienst-Insider packen aus
Nach Informationen von fünf Personen aus dem unmittelbaren Umfeld der US-Geheimdienste können die Vereinigten Staaten mit Sicherheit nur bestätigen, dass sie etwa ein Drittel des riesigen iranischen Raketenarsenals zerstört haben. Diese bisher nicht öffentlich gemachte Einschätzung wurde der Nachrichtenagentur Reuters von den Insidern mitgeteilt und zeichnet ein gemischtes Bild der militärischen Lage.
Was mit einem weiteren Drittel der Raketen geschehen ist, bleibt vollkommen unklar. Vier der befragten Insider gaben jedoch an, dass die massiven Bombardements diese Bestände wahrscheinlich beschädigt, teilweise zerstört oder in unterirdischen Tunneln und Bunkern verschüttet haben könnten. Ein Insider zog dabei einen direkten Vergleich zu den Drohnenkapazitäten des Iran, wo ebenfalls nur von etwa einem Drittel sicher zerstörter Einheiten ausgegangen werden kann.
Iran behält beträchtliche Raketenbestände
Die ernüchternde Einschätzung der US-Geheimdienste zeigt deutlich: Zwar sind die meisten iranischen Raketen entweder zerstört oder derzeit aufgrund der Angriffe unzugänglich, doch Teheran verfügt weiterhin über einen beträchtlichen und funktionsfähigen Raketenbestand. Noch bedenklicher ist die Einschätzung der Insider, dass das iranische Regime womöglich einige der verschütteten oder beschädigten Raketen wiederherstellen und einsatzbereit machen könnte, sobald die aktiven Kampfhandlungen zum Erliegen kommen.
Hintergründe der Angriffe
Die USA und Israel haben den Iran angegriffen, weil sie dessen Atomprogramm und das massive Raketenarsenal als ernsthafte Bedrohung für die regionale Stabilität betrachten. Das primäre Ziel ist es zu verhindern, dass der Iran möglicherweise Atomwaffen entwickelt oder militärisch noch stärker wird. Gleichzeitig spielen auch die langjährige Unterstützung des Iran für Milizen in der gesamten Region sowie frühere diplomatische und militärische Spannungen eine entscheidende Rolle bei der Entscheidung für diese Militäroperation.
Der Iran hat auf die Angriffe unter anderem mit Raketen- und Drohnenangriffen auf israelisches Territorium sowie auf US-Militärstützpunkte in der Region reagiert, um zurückzuschlagen und eine abschreckende Wirkung zu erzielen. Diese Eskalationsspirale zeigt die komplexe und gefährliche Sicherheitslage im Nahen Osten, die durch die jüngsten Entwicklungen weiter verschärft wurde.



