Brandenburg-Umfrage: AfD bleibt stärkste Kraft, SPD/CDU-Koalition ohne Mehrheit
Eine aktuelle Sonntagsfrage des Instituts INSA für die „Märkische Allgemeine“, „Märkische Oderzeitung“ und „Lausitzer Rundschau“ offenbart klare politische Verhältnisse in Brandenburg. Die AfD behauptet sich mit einem deutlichen Vorsprung als stärkste Kraft im Land, während die neue Regierungskoalition aus SPD und CDU auf wackligen Füßen steht.
Stabile Werte für AfD und SPD
Die Alternative für Deutschland (AfD) erreicht in der Umfrage unverändert 34 Prozent der Stimmen und bleibt damit mit klarem Abstand die führende politische Kraft in Brandenburg. Die Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD) folgt auf dem zweiten Platz mit ebenfalls stabilen 24 Prozent. Beide Werte zeigen im Vergleich zur letzten Erhebung vom September keinerlei Veränderung.
Die Christlich Demokratische Union Deutschlands (CDU), die seit dieser Woche gemeinsam mit der SPD die Landesregierung bildet, verbucht leichte Gewinne und käme auf 14 Prozent. Dies entspricht einem Zuwachs von einem Prozentpunkt gegenüber dem Vormonat.
Koalition ohne parlamentarische Mehrheit
Die neue rot-schwarze Koalition aus SPD und CDU würde bei einer hypothetischen Landtagswahl aktuell lediglich 38 Prozent der Stimmen auf sich vereinen. Damit verfügte die Regierung über keine parlamentarische Mehrheit mehr, was ihre Handlungsfähigkeit erheblich einschränken würde.
Die übrigen Parteien zeigen gemischte Entwicklungen: Das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) verliert einen Prozentpunkt und kommt auf acht Prozent. Die Linke büßt zwei Punkte ein und wäre mit sieben Prozent wieder im Parlament vertreten. Die Grünen verbuchen ein Plus von einem Punkt und erreichen fünf Prozent.
Skepsis der Bevölkerung gegenüber der Regierung
Die brandenburgische Bevölkerung steht der neuen Koalition ausgesprochen kritisch gegenüber. Ganze 55 Prozent der Befragten glauben nicht, dass SPD und CDU verloren gegangenes Vertrauen zurückgewinnen können. 41 Prozent sprechen sich sogar dafür aus, dass eine Neuwahl die bessere Alternative gewesen wäre.
Diese Skepsis ist vor dem Hintergrund des jüngsten Regierungswechsels besonders bemerkenswert. Im Januar war die bundesweit einzige Koalition aus SPD und BSW gescheitert, was den Weg für die aktuelle rot-schwarze Regierung freimachte.
Die repräsentative Umfrage basiert auf 1.000 Interviews mit wahlberechtigten Brandenburgerinnen und Brandenburgern, die zwischen dem 11. und 18. März durchgeführt wurden. Die Ergebnisse zeigen ein politisches Klima, das von Stabilität bei den etablierten Kräften und gleichzeitiger Unzufriedenheit mit den Regierungsoptionen geprägt ist.



