Die Linke in Brandenburg hat nach dem Scheitern bei der Landtagswahl Konsequenzen angekündigt. Die Neuwahl der Parteispitze soll jedoch erst im November stattfinden, wie der Landesvorstand am Montag mitteilte. Zuvor war eine vorgezogene Wahl im Oktober erwogen worden.
Bundesvorsitzende Janine Wissler sprach mit Blick auf das Ergebnis von einer „Zäsur“. Die Linke verpasste mit voraussichtlich drei bis vier Prozent der Stimmen den Wiedereinzug in den Landtag. Spitzenkandidat Sebastian Walter bezeichnete die Prognosen als „Katastrophe“.
Wissler zeigte sich dennoch überzeugt, dass die Partei zu retten sei. Auf dem Bundesparteitag im Herbst solle eine Neuaufstellung erfolgen, auch mit Blick auf die Bundestagswahl 2025. „Es geht darum, dass es eine Kraft gibt, die die zutiefst ungerechte Verteilung in unserem Land anspricht“, sagte Wissler. Das Vertrauen der Wählerschaft müsse zurückgewonnen werden.



