ARD-Deutschlandtrend: Union und SPD verlieren deutlich, AfD legt zu
Umfrage-Klatsche für Union und SPD, AfD gewinnt

ARD-Deutschlandtrend zeigt deutliche Verluste für Union und SPD

Im neuesten ARD-„Deutschlandtrend“ müssen die beiden großen Volksparteien erhebliche Zustimmungsverluste hinnehmen. Die Union von Friedrich Merz fällt in der Sonntagsfrage von Infratest dimap auf 26 Prozent, was einem Minus von zwei Prozentpunkten gegenüber Anfang März entspricht. Die SPD unter Lars Klingbeil verschlechtert sich ebenfalls um zwei Prozentpunkte und erreicht nur noch 12 Prozent.

AfD verbessert sich deutlich auf 25 Prozent

Während die etablierten Parteien an Unterstützung verlieren, kann die AfD in der aktuellen Befragung zulegen. Sie verbessert sich um zwei Prozentpunkte auf 25 Prozent. Damit liegt sie nur noch einen Prozentpunkt hinter der Union. Die Grünen kommen auf 14 Prozent (plus 1), die Linke auf 10 Prozent (plus 1).

Das BSW verschlechtert sich auf 3 Prozent (minus 1) und würde damit ebenso wie die FDP (unverändert 3 Prozent) den Einzug in den Bundestag verpassen. Die Umfrage ist nach Angaben des Westdeutschen Rundfunks repräsentativ.

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Zufriedenheit mit Bundesregierung und Spitzenpolitikern sinkt drastisch

Aus der Umfrage geht hervor, dass nur noch 15 Prozent der Befragten sehr zufrieden oder zufrieden mit der Arbeit der Bundesregierung sind. Das bedeutet einen Rückgang um zehn Prozentpunkte im Vergleich zum Vormonat. Bei 84 Prozent überwiegt hingegen die Unzufriedenheit.

Mit Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) zeigen sich nur noch 21 Prozent zufrieden – ein Minus von acht Prozentpunkten. 76 Prozent sind mit seiner Arbeit unzufrieden. Besonders deutlich sind die Einbrüche bei den SPD-Vorsitzenden: Lars Klingbeil, Vize-Kanzler und Finanzminister, verschlechtert sich auf einen Zufriedenheitswert von 18 Prozent (minus 15). Mit der Arbeit von Bärbel Bas sind nur noch 15 Prozent zufrieden (minus 10).

Methodik und Aussagekraft der Umfrage

Für den „Deutschlandtrend“ befragte Infratest dimap in der vergangenen Woche 1.316 Wahlberechtigte ab 18 Jahren in Deutschland. Die Erhebung erfolgte zufällig telefonisch und online von Montag bis Dienstag.

Wahlumfragen sind generell mit Unsicherheiten behaftet. Nachlassende Parteibindungen und immer kurzfristigere Wahlentscheidungen erschweren den Meinungsforschungsinstituten die Gewichtung der erhobenen Daten. Grundsätzlich spiegeln Umfragen nur das Meinungsbild zum Zeitpunkt der Befragung wider und sind keine Prognosen für künftige Wahlausgänge.

Der Westdeutsche Rundfunk weist in seiner Mitteilung darauf hin, dass der SPD-Wert von 12 Prozent der niedrigste seit August 2019 sei. Die aktuellen Zahlen zeigen eine deutliche Verschiebung der politischen Stimmungslage in Deutschland.

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