Wahlkrimi in Rheinland-Pfalz: CDU knapp vor SPD - AfD feiert Rekordergebnis
Wahlkrimi Rheinland-Pfalz: CDU vor SPD, AfD mit Rekord

Wahlkrimi in Rheinland-Pfalz: CDU knapp vor SPD - AfD feiert Rekordergebnis

Berlin/Mainz – Bei der Landtagswahl in Rheinland-Pfalz zeichnet sich ein wahrer Wahlkrimi ab. Fast drei Millionen Wahlberechtigte haben ihre Stimme abgegeben, und die Prognosen der ARD um 18 Uhr zeigen ein äußerst knappes Rennen zwischen den beiden großen Volksparteien. Die Wahllokale sind geschlossen, und die Spannung im Land steigt mit jeder weiteren Hochrechnung.

CDU mit minimalem Vorsprung vor SPD

Laut der aktuellen ARD-Prognose kommt die CDU auf 30,5 Prozent der Stimmen und liegt damit knapp vor der regierenden SPD, die nur noch auf 27 Prozent kommt. Dies stellt ein Rekordtief für die Sozialdemokraten dar, die seit 35 Jahren ununterbrochen die Staatskanzlei in Mainz regieren. Der CDU-Herausforderer Gordon Schnieder (50), seit November des vergangenen Jahres Spitzenkandidat seiner Partei, hofft nun darauf, diese lange Ära zu beenden und die SPD aus der Regierungsverantwortung zu verdrängen.

SPD-Ministerpräsident kämpft um sein politisches Überleben

Für den amtierenden Ministerpräsidenten Alexander Schweitzer (52), der seit 2024 als Nachfolger von Malu Dreyer regiert, geht es um alles oder nichts. Im Wahlkampf hatte er deutlich gemacht, dass er entweder die Staatskanzlei verteidigen oder seine politische Karriere beenden würde. Als Minister unter einem CDU-Ministerpräsidenten zu enden, kam für den 2,06 Meter großen Politiker nicht in Frage. Schweitzer, der lange für sein angeblich fehlendes Charisma belächelt wurde, steht damit vor einer brutalen Fallhöhe.

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AfD feiert historischen Erfolg im Westen

Während bei der CDU-Partei in Mainz Reisejubel herrscht, feiert auch die AfD einen bedeutenden Erfolg. Die Rechtsaußenpartei kommt laut Prognose auf rund 20 Prozent und verzeichnet damit ihren bisher größten Wahlerfolg in einem westdeutschen Bundesland. Dies unterstreicht den wachsenden Einfluss der Partei in der politischen Landschaft Deutschlands.

Verluste für Grüne und FDP - Kleine Parteien zittern

Die Grünen müssen im Vergleich zur letzten Landtagswahl im Jahr 2021 Verluste von etwa zwei Prozentpunkten hinnehmen und kommen auf rund sieben Prozent. Die FDP landet bei miserablen rund zwei Prozent und muss damit sowohl aus der Ampel-Regierung als auch aus dem Landtag ausziehen. Die Linke (4,5 Prozent) und die Freien Wähler (4 Prozent) müssen am Wahlabend um ihren Einzug in den Landtag zittern, da sie knapp an der Fünf-Prozent-Hürde kratzen.

Wahlkampfendspurt brachte SPD zurück ins Rennen

Die wichtigsten Themen für die Wähler bei dieser Wahl waren laut Infratest dimap Wirtschaft, soziale Sicherheit, Bildung und innere Sicherheit. Für die SPD war der Schlussspurt zum Wahltag eine gewaltige Aufholjagd. Seit der Mitte der Wahlperiode hatte die Partei weit hinter der CDU gelegen, teilweise um bis zu zehn Prozentpunkte. In der Endphase des Wahlkampfs tourten die Spitzenkandidaten unablässig durch das Land und absolvierten Hunderte von Auftritten, was schließlich dazu führte, dass Ministerpräsident Schweitzer und Herausforderer Schnieder fast gleichauf lagen.

Die politische Zukunft von Rheinland-Pfalz steht nun auf dem Spiel, und die kommenden Stunden werden zeigen, ob die CDU die 35-jährige SPD-Herrschaft beenden kann oder ob Alexander Schweitzer sein Amt doch noch verteidigen wird. Die Wahlbeteiligung und die endgültigen Ergebnisse werden mit Spannung erwartet.

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