Großbrand in Tirol: 400 Feuerwehrleute kämpfen gegen Flammen im Luxushotel Klosterbräu
Großbrand in Tirol: 400 Retter im Einsatz bei Hotelbrand

Großbrand in Tiroler Luxushotel: 400 Einsatzkräfte im nächtlichen Kampf gegen die Flammen

Ein verheerender Brand hat am Montagabend das bekannte 5-Sterne-Hotel Klosterbräu im Tiroler Urlaubsort Seefeld erfasst. Gegen 19 Uhr brach im Dachstuhl des historischen Gebäudes ein Feuer aus, das sich innerhalb kürzester Zeit rasend schnell ausbreitete und meterhohe Flammen über dem Ortszentrum aufsteigen ließ.

Massiver Einsatz mit 400 Feuerwehrleuten

Rund 400 Feuerwehrleute aus den umliegenden Gemeinden kämpften die gesamte Nacht hindurch gegen den Großbrand. Der Einsatz gestaltete sich äußerst schwierig, da das Feuer immer wieder aufflackerte und zunächst nur eingedämmt werden konnte. Um Glutnester besser bekämpfen zu können, setzten die Einsatzkräfte einen Kran ein, um Teile des Daches abzutragen.

Eine Person erlitt bei dem Vorfall eine Sturzverletzung, fünf weitere Menschen zogen sich Rauchgasvergiftungen zu. Alle Betroffenen wurden umgehend medizinisch versorgt.

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Evakuierung und Gefahr für angrenzende Gebäude

Die Gefahrensituation war so akut, dass nicht nur das Hotel selbst betroffen war. Der Brand drohte auf eine angrenzende Kirche überzugreifen, weshalb Helfer mehrere sakrale Gegenstände in Sicherheit brachten. Zudem mussten umliegende Lokale evakuiert werden.

Etwa 150 Gäste aus zwei benachbarten Hotels wurden vorsorglich in Sicherheit gebracht und in der WM-Halle in Seefeld vom Rettungsdienst versorgt. Die Polizei sperrte weiträumig ab, um die Sicherheit der Bevölkerung zu gewährleisten.

Ursache noch unklar – Hotel war wegen Umbau geschlossen

Laut Julia Plank von der Landespolizeidirektion Tirol konnten Brandermittler das Objekt aufgrund der anhaltenden Gefahrensituation noch nicht betreten. Die genaue Ursache des Feuers ist daher bisher nicht bekannt.

Besonders brisant: Das Luxushotel Klosterbräu war zum Zeitpunkt des Brandes wegen umfangreicher Bauarbeiten geschlossen. Ob ein Zusammenhang zwischen den Renovierungsarbeiten und dem Feuerausbruch besteht, muss noch geklärt werden.

Das historische Gebäude aus dem 16. Jahrhundert, das ursprünglich als Augustinerkloster erbaut wurde, bietet normalerweise einen exklusiven Wellnessbereich, fünf Restaurants und eine Bar. Zimmer kosten hier durchschnittlich etwa 500 Euro pro Nacht.

Reaktion der Hotelbetreiber und ungewisse Zukunft

Die Hotelbetreiber Agnes und Alois Seyrling haben sich inzwischen auf der Hotel-Homepage an die Öffentlichkeit gewandt: „Liebe Klosterbräu-Familie, von Herzen danken wir allen für die zahlreichen Nachrichten und die außerordentliche Hilfsbereitschaft. Wir versichern euch, dass es uns allen gut geht.“

Wie groß der materielle Schaden tatsächlich ist, lässt sich bisher nicht abschätzen. Besonders kritisch: Der Brand breitete sich auf das Haupthaus aus, was die geplante Wiedereröffnung im Sommer ernsthaft in Frage stellt. Die Betreiber und die gesamte Region blicken mit Sorge in die Zukunft des traditionsreichen Hauses.

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