Schneeschmelze und Regen: Hochwasser-Gefahr in vielen Regionen Deutschlands
Hochwasser-Gefahr durch Schneeschmelze und Regen

Schneeschmelze trifft auf Regen: Hochwasser-Gefahr in Deutschland

Nach den starken Schneefällen der vergangenen Woche setzt nun deutschlandweit Tauwetter ein. In Kombination mit anhaltenden Niederschlägen drohen in vielen Regionen Überschwemmungen und Hochwasser. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat für weite Teile Süd- und Ostdeutschlands Warnungen ausgesprochen.

Meteorologische Ursachen und betroffene Regionen

Meteorologin Sonja Hansen vom Deutschen Wetterdienst erklärt die aktuelle Situation: „Signifikant ist, dass Ende letzter Woche in Teilen Deutschlands viel Schnee fiel und jetzt durch milde Temperaturen die Schneeschmelze eingesetzt hat. Zusätzlich bringt das Tiefdruckgebiet von Westen Regen.“ Besonders in den Alpen werden markante Regenmengen erwartet, die den Schnee beschleunigt schmelzen lassen. Der verdichtete Altschnee enthält dabei besonders viel Wasser.

Die Hochwasser-Warnungen gelten vor allem für den Alpenrand, östliche Teile Bayerns und Frankens, Teile Baden-Württembergs, das Dreiländereck zwischen Hessen, Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen sowie für Teile Sachsens und Thüringens. Das länderübergreifende Hochwasser Portal warnt eindringlich vor steigenden Wasserständen.

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Aktuelle Pegelstände und Sicherheitsmaßnahmen

In mehreren Bundesländern sind bereits erste Auswirkungen sichtbar. In Hessen herrscht an sechs Pegeln Meldestufe 1, während in Bayern an vierzehn Pegeln Hochwasser gemeldet wird – teilweise bereits mit Warnstufe 2. Für Montag wird die nächste Warnstufe erwartet. Uferpromenaden wie am Deutschen Eck in Koblenz wurden bereits teilweise überspült.

Die Experten raten dringend: „Halten Sie sich von Gewässern fern und entfernen Sie Ihr Auto aus hochwassergefährdeten Bereichen.“ In Baden-Württemberg sind bereits Felder und Wege überschwemmt, wie in Riedlingen, wo Verkehrsschilder vor Hochwasser warnen.

Wetteraussichten für die kommenden Tage

Wenn sich das Regen-Tief Alina Mitte der Woche verzogen hat, kann sich Deutschland auf frühlingshafte Temperaturen freuen. Unter Hochdruckeinfluss sind am Mittwoch und Donnerstag im Westen und Südwesten bis zu 20 Grad und Sonnenschein möglich. Auch im kühleren Nordosten werden zweistellige Temperaturen erwartet. Lediglich Rügen bildet mit nur vier Grad eine Ausnahme, da dort noch Eis an der Küste anhält.

Die aktuelle Wetterlage erfordert erhöhte Aufmerksamkeit, besonders in den genannten Risikogebieten. Die Kombination aus Schneeschmelze und Niederschlägen stellt eine besondere Herausforderung für die Wasserführung der Flüsse und Bäche dar.

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