Deutscher Alpenverein schafft neuen Chefposten für Leistungssport
Neuer Sportchef für Alpenverein: Knirsch übernimmt Führung

Neue Führung für den Leistungssport im Deutschen Alpenverein

Der Deutsche Alpenverein (DAV) hat eine wichtige Personalentscheidung getroffen und einen neuen Chefposten für den Bereich Leistungssport geschaffen. Ab dem 1. April übernimmt Stefan Knirsch die Position des sportlichen und strategischen Geschäftsführers der DAV Leistungssport gGmbH.

Erfahrener Verbandsexperte wechselt zum Alpenverein

Stefan Knirsch bringt mehr als fünfzehn Jahre Erfahrung aus führenden Positionen im Verband Snowboard Germany mit. Zuletzt war er dort als Direktor für Finanzen, Marketing und Verbandsmanagement tätig. Seine umfangreiche Erfahrung aus mehreren Olympischen Winterspielen soll nun dem Alpenverein zugutekommen.

Der DAV hatte bereits im Jahr 2025 beschlossen, eine hauptamtliche Geschäftsführung für den Leistungssportbereich einzurichten. Diese Entscheidung unterstreicht die wachsende Bedeutung des professionellen Sports innerhalb des traditionsreichen Vereins.

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Einzigartige Position im deutschen Sport

Der Deutsche Alpenverein nimmt eine besondere Stellung im deutschen Sportsystem ein. Als einziger deutscher Sportverband vertritt er sowohl eine olympische Sommer- als auch eine olympische Wintersportart. Zudem ist er für die paralympische Disziplin Paraclimbing verantwortlich.

Neben Stefan Knirsch bleibt Florian Heumann in der Geschäftsführung für die Finanzen zuständig. Heumann hatte den sportlichen Bereich zuletzt interimistisch geleitet und wird nun von Knirsch in dieser Funktion abgelöst.

Herausforderungen im Skibergsteigen

Die Ernennung von Knirsch erfolgt in einer Phase, in der der Alpenverein mit kontroversen Diskussionen im Bereich Skibergsteigen konfrontiert ist. Drei Skibergsteiger hatten den Verband zuletzt mit schwerwiegenden Vorwürfen konfrontiert, die medizinische Verfehlungen bei Leistungstests und ungerechtfertigte Kaderausschlüsse betrafen.

Der DAV betont, dass die Athleten nicht wegen ihrer Kritik sanktioniert wurden. Dennoch wurden die Sportler nach Interviews und einer laut Verbandsangaben extrem angespannten Team-Situation von Trainings und Wettkämpfen ausgeschlossen. Die Staatsanwaltschaft Traunstein ermittelt wegen der Vorfälle bei den Leistungstests des Jahres 2024.

Die neue Führungsstruktur unter Stefan Knirsch soll dazu beitragen, diese Herausforderungen zu bewältigen und den Leistungssport im Deutschen Alpenverein strategisch weiterzuentwickeln. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf der professionellen Betreuung der Olympia-Teams in Sommer und Winter sowie der Weltcup-Mannschaften.

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