Osterreiseverkehr in Gefahr: Streiks an spanischen Flughäfen bedrohen Urlaubspläne
Reisende müssen sich rund um die Osterfeiertage auf erhebliche Behinderungen im Flugverkehr einstellen. In Spanien sind an mehreren Flughäfen Streiks angekündigt, die teilweise bereits ab Freitag, dem 28. März, ganztägig stattfinden sollen. Diese Arbeitsniederlegungen könnten zahlreiche Flüge verschieben oder sogar streichen, was die Urlaubspläne vieler Deutscher gefährdet.
Brandenburgerin bangt um ihre Barcelona-Reise
Anne M. aus Brandenburg freut sich seit Wochen auf ihre Städtereise nach Barcelona. In den Osterferien plant sie, gemeinsam mit Freundinnen und ihrem 15-jährigen Sohn zu verreisen. „Wir fanden Barcelona ideal. Die Flugzeit von zweieinhalb Stunden ist überschaubar, und die Stadt bietet ein bisschen Kultur und Sonne“, erzählt sie. Doch nun sieht es so aus, als würde die Anreise alles andere als unkompliziert verlaufen. In Spanien haben Beschäftigte an 18 Flughäfen für dieses Wochenende Streiks angekündigt, darunter auch am Flughafen in Barcelona.
„Wir haben aber auch immer Pech“, resümiert Anne M. und erinnert sich an die Rückreise ihrer Familie aus Island während der Winterferien. Damals schlossen die Verantwortlichen den Flughafen BER wegen Blitzeises. Zwar saßen sie im ersten Flugzeug, das wieder in Berlin landete, doch die mangelhafte Organisation der Flughafenmitarbeiter führte dazu, dass sie stundenlang im überfüllten Flughafen auf ihr Gepäck warten mussten. Jetzt also Streik. „Wir verfolgen die Nachrichten und hoffen, dass die Verantwortlichen doch noch eine Einigung erzielen“, sagt sie.
Streikpläne des Bodenpersonals in Spanien
In Spanien plant das Bodenpersonal, das unter anderem Check-in und Boarding abwickelt, Gepäck verlädt, Flugzeuge betankt und reinigt, rund um Ostern mehrmals die Arbeit niederzulegen. Nach aktuellem Stand sehen die Gewerkschaften Arbeitsniederlegungen in mehreren spanischen Städten und Regionen vor, darunter:
- Madrid
- Barcelona
- Málaga
- Valencia
- Alicante
- Mallorca
- Ibiza
- Gran Canaria
- Lanzarote
- Fuerteventura
- Teneriffa
Groundforce will ab 27. März unbefristete Teilstreiks durchführen. Diese sollen jeweils von 5 bis 7 Uhr, 11 bis 17 Uhr und von 22 bis 24 Uhr stattfinden. Menzies hat ganztägige Streiks für den 28. März, den 29. März sowie für den Zeitraum vom 2. April bis 6. April angekündigt. Die Mitarbeiter fordern eine bessere Bezahlung für ihre Arbeit. Bereits im Jahr 2025 organisierten sie mehrere Streiks, um ihren Forderungen Nachdruck zu verleihen.
Reisewarnung und Auswirkungen auf Flüge
Das Auswärtige Amt hat seinen Reisehinweis aktualisiert und warnt davor, dass die derzeitige Situation den Flugverkehr beeinträchtigen könnte. Fluggesellschaften könnten Flüge verschieben oder streichen, weshalb Reisende mit entsprechenden Unregelmäßigkeiten rechnen sollten. Grundsätzlich gilt: Wenn ein Flug aufgrund eines Streiks annulliert wird oder sich verspätet, können Reisende Unterstützungsleistungen, Verpflegung und Unterbringung von der Fluggesellschaft einfordern. Sie haben außerdem die Möglichkeit, vom Flug zurückzutreten und die Erstattung des Flugpreises zu verlangen. In diesem Fall muss die Fluggesellschaft den Betrag innerhalb von sieben Tagen zurückzahlen.
Tipps für betroffene Reisende
Der ADAC empfiehlt Reisenden, die Medien aufmerksam zu verfolgen, den Flugstatus regelmäßig zu überprüfen und besonders an den angekündigten Streiktagen frühzeitig zum Flughafen zu kommen. So sind sie besser auf Verzögerungen beim Check-in und bei der Gepäckabfertigung vorbereitet. „Wir hoffen sehr, dass unsere Reise stattfindet. Bisher haben wir keine Informationen erhalten, die auf eine Absage hindeuten“, erklärte Anne M. am Mittwochmorgen gegenüber unserer Redaktion. Reisende sollten sich auf mögliche Änderungen einstellen und ihre Pläne flexibel halten.



