Spätwinterlicher Überraschungsbesuch: Schnee auf dem Brocken im April
Der Harz erlebt einen ungewöhnlichen Wetterumschwung mitten im Frühling. Auf dem Brocken, dem höchsten Berg Norddeutschlands, hat es am Wochenende geschneit und eine weiße Decke hinterlassen. Dieser späte Wintereinbruch sorgt für überraschte Blicke bei Wanderern und Einheimischen gleichermaßen.
Deutscher Wetterdienst bestätigt Schneefall
Nach aktuellen Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) sind kühlere Luftmassen für das ungewöhnliche Phänomen verantwortlich. In Verbindung mit Niederschlägen führten diese zu Schneefällen auf dem 1.141 Meter hohen Gipfel. Die Temperaturen lagen dabei bei minus ein bis minus zwei Grad Celsius, was dazu beitrug, dass der Schnee kurzzeitig liegen bleiben konnte.
Der DWD gibt jedoch zu bedenken: Der Schneefall war von kurzer Dauer und sollte nach etwa zwei bis drei Stunden wieder aufhören. Auch in höheren Lagen der umliegenden Region waren vereinzelt Schneeflocken möglich, doch eine anhaltende winterliche Pracht blieb aus.
Klimatische Besonderheit oder normale Schwankung?
Solche späten Schneefälle im April sind im Harz zwar nicht alltäglich, aber durchaus bekannt. Die Höhenlage des Brockens macht ihn anfällig für solche Wetterkapriolen, selbst wenn in den Tälern bereits der Frühling Einzug gehalten hat. Experten weisen darauf hin, dass solche Ereignisse im Zuge des Klimawandels nicht unbedingt seltener werden müssen, sondern Teil natürlicher Schwankungen bleiben können.
Für Wanderer und Naturfreunde bietet der unerwartete Schnee ein besonderes Fotomotiv, doch für eine längere winterliche Aktivität reichte die weiße Pracht nicht aus. Der Deutsche Wetterdienst dämpfte entsprechende Hoffnungen auf einen ausgedehnten Schneeausflug deutlich.



