Winter zeigt noch einmal seine ganze Kraft: Schneewalze rollt quer durch Deutschland
Der Winter macht in diesen Tagen noch einmal ernst und lässt Deutschland einen ausgiebigen Schneewalzer tanzen. Tiefdruckgebiet "Yael" sorgt für erhebliche Neuschneemengen in mehreren Regionen des Landes. Die ersten Flocken fallen bereits in der Nacht zu Donnerstag, bevor es dann richtig dicke kommt.
Betroffene Bundesländer und Warnungen
Der Schneefall wird insbesondere in Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Hessen, Baden-Württemberg und im Saarland erwartet. Wetterexperte Dr. Karsten Brandt von Donnerwetter.de warnt vor möglichen Problemen: "Mit Schnee und Eisregen ist am Donnerstagmorgen zu rechnen. Wer unterwegs ist, sollte deutlich mehr Zeit einplanen und besondere Vorsicht walten lassen." Auch am Flughafen Frankfurt könnten sich Behinderungen ergeben.
Meteorologe Robert Hauser vom Deutschen Wetterdienst (DWD) präzisiert: "Das Schneegebiet weitet sich im Laufe des Donnerstags nach Nordosten aus. Oberhalb von 300 Metern können die Schneehöhen 10 bis 15 Zentimeter erreichen." In den Alpen sind sogar bis zu 30 Zentimeter Neuschnee möglich. Der DWD hat bereits für weite Teile Deutschlands Wetterwarnungen der Stufe 1 und teilweise Stufe 2 herausgegeben.
Regionale Unterschiede und meteorologische Besonderheiten
Die Schneewalze breitet sich bis Donnerstagabend um 18 Uhr weiter in den Süden aus. Nord- und Nordostdeutschland bleiben dagegen von größeren Neuschneemengen verschont. Diplom-Meteorologe Dominik Jung vom Wetterdienst Q-met erklärt dieses Phänomen: "Eine stationäre Luftmassengrenze sorgt dafür, dass es auf der einen Seite schneit und auf der anderen nicht."
In der Hauptstadt Berlin sind die Gehwege bereits am Mittwoch komplett weiß eingepudert, wie Fotos zeigen. Auch auf dem Trainingsplatz von Hertha BSC lag bereits eine dicke Schneedecke.
Temperaturentwicklung und Frühlingshoffnung
Trotz der aktuellen winterlichen Verhältnisse gibt es Hoffnung auf wärmere Tage. Wetterexperte Dr. Karsten Brandt prognostiziert: "Im Norden bleibt es bis zum Wochenende noch bibberkalt mit nächtlichen Temperaturen bis minus 11 Grad." Doch alle drei befragten Wetterexperten sind sich einig: Ab Freitag geht es mit den Temperaturen stetig aufwärts.
Dominik Jung bestätigt: "Deutschland taut auf." Und Dr. Brandt ergänzt: "Die Kälte wird nach Polen und Weißrussland vertrieben." Damit zeichnet sich langsam aber sicher das Ende des Winters und der Beginn des Frühlings ab, auch wenn sich der Winter mit dieser letzten Schneewalze noch einmal eindrucksvoll verabschiedet.



