Der Bauausschuss Torgelow tourt derzeit mit seinen Sitzungen durch die Ortsteile der Stadt. Im Vorfeld ihrer jüngsten Sitzung trafen sich die Mitglieder des Ausschusses für Gemeindeentwicklung, Bau, Verkehr und Umwelt im Feuerwehrgerätehaus Holländerei. Dort informierten sie sich über den Zustand des Gebäudes und die Einsatzbereitschaft der Feuerwehr.
Ortswehr gut für Einsätze gerüstet
Das Feuerwehrhaus der Ortswehr ist zwar nicht brandneu, befindet sich aber in einem guten Zustand, sagte Toni Port, Bauamtsleiter der Stadt Torgelow und selbst Mitglied der Feuerwehr, beim Rundgang durch das Haus. „Im Schulungsraum wurden Malerarbeiten durchgeführt, und der Wehrvorstand war hier zu Besuch“, so Port. In der angrenzenden Umkleide berichtete der Bauamtschef, dass auch die Kameraden der Ortswehr im vergangenen Jahr neu eingekleidet worden waren. Der Raum war zwar sauber und ordentlich, aber der zur Wehr gehörende Mannschaftstransportwagen (MTW) stand mit im Raum.
„Wir hatten hier bis vor drei Jahren einen Unimog zu stehen, der bedurfte einer Ausnahmegenehmigung“, erläuterte Toni Port. Mit dem MTW habe sich die Situation etwas entspannt, sei aber bis jetzt nicht optimal. Auch eine Schwarz-Weiß-Trennung gebe es für die 20 aktiven Kameraden und acht Mitglieder der Jugendfeuerwehr bislang nicht. Dennoch sei das in Ordnung, sagte Ortswehrchef Eckhard Metzlaff.
LF10 für Einsätze in unwegsamem Gelände
Neben dem MTW gehört auch ein Löschgruppenfahrzeug LF10 zum Fuhrpark der Ortswehr. Doch das steht auf der anderen Seite in einer angebauten kleinen Halle. Das LF10 aus dem Jahr 2021 verfügt über Allradantrieb und eine vergrößerte Bodenfreiheit, sodass auch Einsätze in unwegsamem Gelände möglich sind. An Bord finden neun Kameraden Platz. Neben den Einsatzkräften und Jugendfeuerwehrleuten gibt es sieben Kameraden in der Alters- und Ehrenabteilung.
Differenzierte Alarmierung dank GPS
Der Bauamtsleiter erwähnte die Idee für eine weitere Fahrzeughalle neben dem Gebäude. „Aber das ist eher Wunschdenken. Brandschutz ist Pflichtaufgabe für jede Kommune, aber alles auf einmal ist nicht leistbar“, machte Toni Port deutlich, der auch ankündigte, dass mit der neuen GPS-basierten Alarmierung möglicherweise mehr Einsätze auf die Kameraden der Ortswehr zukommen könnten.
Ortswehrführer wünscht sich Außenanstrich
Ortswehrführer Eckhard Metzlaff, dessen halbe Familie ebenfalls in der Feuerwehr ehrenamtlich Dienst tut, wünschte sich zum Abschluss des Rundgangs lediglich einen Außenanstrich für das Gebäude. „Das wäre ein starkes Zeichen für die Kameraden, die in dieses Haus sehr engagiert viel Energie und Herzblut gesteckt haben“, bemerkte Eckhard Metzlaff auf dem kleinen Platz auf der Rückseite des Gebäudes.



