Hilfe aus Rostock: Neue Schule für 900 Kinder in Malawi
Hilfe aus Rostock für Malawi-Schule

Zwei Klassenräume für knapp 900 Schüler: In der Lidzinji-Grundschule im ostafrikanischen Malawi werden bis zu 200 Kinder von einem einzigen Lehrer unterrichtet. Die beiden Minigebäude sind heruntergekommen, baufällig und teilweise einsturzgefährdet. Für deutsche Verhältnisse unvorstellbar, aber in Malawi ist das der Alltag. Der Rostocker Rechtsanwalt Dr. Markus Göldner will das nicht länger hinnehmen. Mit seiner GF Goeldner Foundation startet er ein Hilfsprojekt, um die Schule zu renovieren und zu erweitern.

Sechs neue Klassenräume geplant

„Wir stecken mitten im Fundraising und in der Planung“, sagt Göldner. Drei Gebäude mit insgesamt sechs neuen Klassenräumen sollen entstehen, die beiden Altbauten werden saniert. Die behelfsmäßigen Schilfunterstände, in denen bisher unterrichtet wird, sollen verschwinden. Zudem sind Sanitäranlagen, ein Lehrerzimmer und eine Photovoltaik-Anlage geplant. Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 150.000 Euro. „Wir konnten bereits 120.000 Euro einsammeln“, freut sich Göldner. Noch im Sommer soll der Bau der ersten beiden Schulgebäude beginnen. Für das dritte Gebäude werden weiter Spenden gesammelt.

Partnerschaft auf Augenhöhe

Göldner hat bereits zwölfmal Malawi besucht und verlässliche Partnerschaften aufgebaut. 2022 errichtete die Foundation eine Oberschule für Mädchen in Zentral-Malawi. Die neue Schule in Chepezi wird von lokalen Handwerkern und Dorfbewohnern gebaut. „Wir wollen die Leute vor Ort mitnehmen“, betont auch seine Frau Dr. Gudrun Göldner, Hautärztin in Rostock. Die Zusammenarbeit ist gleichberechtigt und respektvoll.

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Schulgarten und Brunnenprojekt

Ein großer Schulgarten soll die Schüler und Dorfbewohner mit Nahrung versorgen. Parallel sammelt Markus Göldner mit dem Rotary Club Warnemünde Geld für einen Brunnen. „Wir bauen neben der Grundschule einen Brunnen, denn so viele Kinder brauchen Wasser. Und auch der Garten muss bewässert werden. Wir müssen zirka 60 Meter tief bohren“, erklärt er. Die Kosten für die Brunnenanlage betragen etwa 40.000 Euro.

Motivation: „We love to share!“

Auf Malawi aufmerksam wurden die Göldners vor zehn Jahren, als ihr Sohn Colin ein freiwilliges soziales Jahr dort absolvierte. Die katastrophalen Lebensumstände veranlassten die Familie zur Gründung der Stiftung. „Die Armut ist unvorstellbar, aber die Kinder sind fröhlich und die Menschen lebenslustig“, sagt Gudrun Göldner. Die Stiftung fördert vor allem die Bildung von Mädchen. Anfang des Jahres wurde die GF Goeldner Foundation als staatlich anerkannte Nichtregierungsorganisation in Malawi registriert. „Ein Meilenstein und eine große Ehre“, so Markus Göldner. Mitte des Jahres reist er erneut nach Malawi, um die weiteren Schritte zu koordinieren. Sein Motto: „We love to share!“ – „Wir teilen gerne.“ Es gehe darum, etwas von dem Glück abzugeben, das man selbst erfahren habe.

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