Neues Denkmal für Märchenkönig Ludwig II. auf Corneliusbrücke nimmt Gestalt an
Seit März 2026 wird auf der Corneliusbrücke in München intensiv an einem neuen Denkmal für den bayerischen Märchenkönig Ludwig II. gearbeitet. Der bereits errichtete Betonsockel mit goldener Inschrift markiert den Beginn eines besonderen Projekts, das die Geschichte der Brücke wiederaufleben lässt.
Historischer Hintergrund und Initiative
Bereits im März 2025 fiel im Stadtrat die Entscheidung, auf der Corneliusbrücke ein Denkmal für Ludwig II. zu errichten. Die treibende Kraft hinter diesem Vorhaben ist Dietmar Holzapfel, Wirt der Deutschen Eiche im Glockenbachviertel, und der von ihm gegründete Verein. Dieser setzte sich vehement für die Wiederherstellung des Denkmals ein und sammelte durch umfangreiche Spendenaktionen die notwendigen finanziellen Mittel.
Historisch betrachtet stand auf der Corneliusbrücke bereits ein Denkmal für den König, das jedoch 1943 von den Nationalsozialisten abgerissen wurde. Die damals drei Meter hohe Bronzestatue wurde im Rahmen der sogenannten Reichsmetallspende für Waffenproduktion eingeschmolzen. Einzig der Kopf der Statue blieb erhalten und wird nun in der neuen Version des Denkmals erneut zu Ehren kommen.
Gestaltung und Baufortschritt
Das neue Denkmal wird als romantische Ruine gestaltet und fällt deutlich kleiner aus als das historische Vorbild. Statt einer vollständigen Statue wird eine Büste des Königs den Mittelpunkt bilden. Ursprünglich war der Baubeginn für März 2026 angesetzt, was aufgrund von Bauarbeiten auf der Ludwigsbrücke verschoben werden musste. Dennoch konnte der Start termingerecht erfolgen.
Wer aktuell über die Corneliusbrücke fährt oder spaziert, kann den Fortschritt live miterleben. Prominent platziert auf der Bastion der Brücke, mit einem wunderbaren Blick auf die Isar nach Süden, steht bereits der Sockel mit der goldenen Inschrift Ludwig II. König von Bayern. Laut der aufgestellten Bautafel soll die Fertigstellung im Mai erfolgen.
Auswirkungen und Perspektiven
Bis zur Vollendung des Denkmals müssen Radfahrer, Fußgänger und Autofahrer noch mit leichten Einschränkungen auf der Brücke rechnen. Sobald das Projekt abgeschlossen ist, werden die Münchner jedoch die Gelegenheit haben, gemeinsam mit dem Kini, wie Ludwig II. liebevoll genannt wird, über die Isar zu blicken. Dieses Denkmal stellt nicht nur eine künstlerische Bereicherung dar, sondern auch eine würdige Erinnerung an einen der bedeutendsten Herrscher Bayerns.



