Nockherberg 2026: Alt-OB Ude verärgert über neuen Fastenprediger Zinner
Nockherberg 2026: Ude verärgert über neuen Fastenprediger

Traditionelle Starkbierprobe am Nockherberg startet mit politischem Schaulaufen

Am 4. März 2026 findet im Paulaner am Nockherberg die traditionsreiche Salvatorprobe statt. Die Veranstaltung wird vom Bayerischen Rundfunk live übertragen und erstmals auch im Livestream der AZ verfolgbar sein. Im Mittelpunkt steht die Debütrede des neuen Fastenpredigers Stephan Zinner, der die Nachfolge des kritisierten Maxi Schafroth antritt.

Politprominenz versammelt sich am Roten Teppich

Bereits am frühen Abend füllt sich der Saal unter blauem Himmel mit Blick auf München. Die lokale Politik ist prominent vertreten: Die Grünen-Referentinnen Laura Dornheim und Hanna Sammüller zeigen sich ebenso wie ihr Parteikollege, Bürgermeister und OB-Kandidat Dominik Krause. Dieser äußert die Hoffnung, in der Fastenrede erwähnt zu werden und zeigt sich gespannt auf mögliche Bezüge zur anstehenden Kommunalwahl.

Oberbürgermeister Dieter Reiter erscheint nach einem stressigen Tag und betont seinen entspannten Erwartungshorizont. Zur Kritik an seinem Aufsichtsratsmandat beim FC Bayern erklärt er: „Wir werden das aufklären. Und ich schäme mich nicht, Mitglied im Aufsichtsrat von FC Bayern zu sein.“ Auf Fragen zu seiner Vergütung möchte er an diesem Abend nicht eingehen.

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Alt-OB Ude mit ungewöhnlicher Kritik

Besondere Aufmerksamkeit erregt Alt-OB Christian Ude, der seinem Unmut über den neuen Fastenprediger Luft macht: „Ich bin ihm böse, dass er nicht mehr seine angestammte Rolle als Markus Söder spielt. Die hatte er so gut drauf, dass er fast besser war, als das Original“, so der SPD-Politiker. Diese ungewöhnliche Kritik unterstreicht die Erwartungshaltung an Zinners Debüt.

Der stellvertretende Ministerpräsident Hubert Aiwanger von den Freien Wählern, der in vergangenen Jahren regelmäßig Zielscheibe der Derbleckungen war, gibt sich diesmal gelassen: „Ich habe eine reine Weste. Wenn heute Abend die Wahrheit gebracht wird, können sie mich eigentlich nur loben.“ Für den Fall von Kritik hat er bereits vorgesorgt: „Ich habe einen guten Psychiater. Der wird das dann wieder einrenken.“

Berliner Politgrößen reisen an

Auch aus der Bundeshauptstadt sind prominente Gäste angereist. Neben CSU-Innenminister Alexander Dobrindt zeigt sich SPD-Arbeitsministerin Bärbel Bas am Roten Teppich. „Ich kenne den Nockherberg aus dem Fernsehen und bin sehr gespannt“, erklärt sie. Nach ihrem Oktoberfestbesuch wolle sie nun auch „das beste Ereignis in Bayern kennenlernen“.

Vorbereitungen und geheimes Bühnenbild

Hinter den Kulissen laufen die letzten Vorbereitungen. Die Singspielautoren Richard Oehmann und Stefan Betz zeigen sich gelassen: „Jetzt können wir eh nix mehr machen.“ Der neue Fastenprediger Stephan Zinner ist bereits eingetroffen, hat jedoch den Roten Teppich umgangen und ist direkt ins Gebäude gegangen.

Das Bühnenbild bleibt bis zuletzt geheim und sorgt für Spekulationen. Schauspieler Thomas Limpinsel, der Jens Spahn darstellt, beschreibt die Kulisse als „eine bunte Düsterheit“, während Sina Reiß als Katharina Schulze begeistert ist: „Ich hab's gesehen und dachte: 'Hammer!' Wir tauchen in eine ganz, ganz andere Welt ein.“ Windmühlen, ein kaputtes Auto und ein Kernkraftwerk im Hintergrund geben Rätsel auf.

Markus Söder wünscht sich bayerischen Charakter

Ministerpräsident Markus Söder äußerte im Vorfeld die Hoffnung, dass das Singspiel seinen bayerischen Charakter bewahrt: „Ich finde, der Nockherberg ist kein nationales Singspiel, sondern ein bayerisches.“ Zwar sei es zunächst witzig, mehrere Bundespolitiker zu sehen, aber er hoffe, „dass es am Ende bayerisch bleibt und nicht zu sehr preußisch wird, weil dann wird es langweilig“.

Das Singspiel mit dem Titel „Wirf das Handtuch, Lindwurm!“ verspricht eine Heldenreise mit bekannten Darstellern: Thomas Unger als Markus Söder, Stefan Murr als Hubert Aiwanger, Sina Reiß als Katharina Schulze und weitere prominente Besetzungen politischer Figuren.

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Die Gästeliste liest sich wie ein Who-is-who der bayerischen und deutschen Politik- und Kulturszene, wobei die Linken-Politikerin Heidi Reichinnek erneut keine Einladung erhalten hat. Die Spannung steigt, wie Stephan Zinner in seiner Premiere als Fastenprediger die politische Landschaft durch den Kakao ziehen wird.