Polizei ermittelt: Mehrere Feldbrände in Berlin – Serienbrandstifter im Nordosten?
Die Taten ähneln sich auffällig, die zeitliche Abfolge und die räumliche Nähe der Brandstellen lassen Berlins Ermittler aufhorchen. Im Nordosten der Hauptstadt könnte ein Serienbrandstifter unterwegs sein, nachdem am Karfreitag innerhalb weniger Stunden drei Felder in Flammen standen.
Chronologie der Brände am Karfreitag
Die Feuerwehrchronologie spricht eine deutliche Sprache. Um 14.24 Uhr wurden die Einsatzkräfte zur Lindenberger Straße in Berlin-Wartenberg gerufen. Dort brannte eine 600 Quadratmeter große Fläche auf einem Feldstück. Vorsichtshalber wurde zusätzlich ein Tanklöschfahrzeug angefordert, doch die Retter hatten die Situation schnell unter Kontrolle.
Nur 20 Minuten später folgte der nächste Notruf: An der Margaretenbrücke im Berliner Ortsteil Malchow standen 1500 Quadratmeter Wald- und Wiesenflächen in Flammen. Auch hier konnten die Flammen rasch gelöscht werden, und erneut wurde ein Tanklöschfahrzeug zur Sicherung der Löschwasserversorgung angefordert. Die Feuerwehr verhinderte erfolgreich ein Ausbreiten auf weitere Waldflächen. Insgesamt waren 19 Einsatzkräfte im Einsatz.
Dritter Brand binnen weniger Stunden
Um 16.30 Uhr erreichte die Feuerwehr den dritten Notruf: Am Hagenower Ring in Neu-Hohenschönhausen brannten 10.000 Quadratmeter Heidefläche. Diesmal mussten zwei Tanklöschfahrzeuge nachalarmiert werden, um das Feuer von mehreren Seiten effektiv zu bekämpfen.
Nach Angaben eines Polizeisprechers wird nun intensiv untersucht, ob alle drei Feuer auf das Konto eines einzelnen Täters gehen. Die Ermittler prüfen sorgfältig die Zusammenhänge zwischen den Brandorten und der zeitlichen Abfolge der Ereignisse.
Die Berliner Feuerwehr zeigte sich bei allen Einsätzen professionell und konnte größere Schäden verhindern. Dennoch bleiben die Fragen nach den Ursachen und einem möglichen Serientäter im Raum. Die Polizei bittet die Bevölkerung um erhöhte Aufmerksamkeit und Meldung verdächtiger Beobachtungen.



