Tragischer Dachstuhlbrand in Berlin-Spandau: Senior (81) stirbt bei Familienfeier
Ein verheerender Dachstuhlbrand am Donnerstagnachmittag hat das Leben der Familie Butzkamm in Berlin-Spandau für immer verändert. Der 81-jährige Dieter Butzkamm, Senior der Familie, fand in den Flammen den Tod, während seine Angehörigen knapp entkommen konnten.
Geburtstagsfeier endet in einer Katastrophe
An diesem Tag wurde im Mehrgenerationenhaus der Familie eigentlich ein freudiges Ereignis gefeiert: Der Sohn Julian Butzkamm wurde 40 Jahre alt. „Ich hatte gerade ein Stück Marzipantorte für meinen bettlägerigen Vater abgeschnitten“, berichtet der Mann unter Tränen. Der frühere Betreiber diverser Berliner Zoofachhandlungen sollte noch sein Geburtstagsstück erhalten, als es plötzlich unnachgiebig an der Tür klingelte.
„Ich habe mit einem Lächeln geöffnet, weil ich Gratulanten aus der Nachbarschaft erwartet hatte“, sagt Julian Butzkamm. Stattdessen standen Nachbarn mit weit aufgerissenen Augen vor ihm und brüllten immer wieder, dass das Haus brenne. Als sich der 40-Jährige umdrehte, sah er bereits die Flammen, die sich durch das Dachgeschoss fraßen.
Rettungsversuch scheitert an Feuerwand
Instinktiv drängte Julian Butzkamm seine beiden Söhne (7 und 9 Jahre), seine elfjährige Tochter und seine Lebensgefährtin ins Freie. Seine 70-jährige Mutter folgte ihnen. Ihre Worte wird er nie vergessen: „Opa ist noch im Haus.“
Der Sohn wollte seinen Vater noch retten, doch als er das Zimmer fast erreicht hatte, versperrte ihm eine undurchdringliche Wand aus Qualm und Feuer den Weg. Die herbeigerufenen Feuerwehrkräfte konnten den 81-Jährigen nur noch tot bergen. Warum die Flammen ausbrachen, ist bisher unklar.
Familie steht vor dem Nichts – Nachbarschaft hilft
Das Haus, das 1991 auf Wunsch von Dieter Butzkamm erbaut wurde, ist nun komplett unbewohnbar. Ein 500 Meter entfernt gelegenes Hotel nahm die obdachlose Familie kostenfrei auf. Nachbarn brachten Kleidung und andere Alltagsgegenstände, die in dem Feuer für immer verloren gingen.
„Vor allem bringen sie uns ganz viel Liebe und Trost“, sind Julian und seine Schwester Nina unendlich dankbar. In der Gegend, in der der Senior mit seinen Liebsten zusammenwohnte, kennt man sich gut. Um die Familie zusätzlich zu unterstützen, wurde bereits ein Spendenaufruf gestartet.
Erinnerungen als Trost in schwerer Zeit
Was jetzt bleibt, sind die Erinnerungen an die schönen Stunden und Tage vor dem verheerenden Brand. Julian Butzkamm hofft, dass diese seinen drei Kindern helfen werden, das schreckliche Erlebnis zu verarbeiten. Die Tragödie hat die Familie tief getroffen, doch die Unterstützung aus der Nachbarschaft gibt ihnen in dieser dunklen Stunde etwas Halt.



