Verheerender Brand in Berlin-Charlottenburg: Gründerzeithaus mit Baugerüst in Flammen
Ein schwerer Brand hat am Mittwochabend ein sechsgeschossiges Gründerzeithaus im Berliner Stadtteil Charlottenburg erfasst und mehrere Wohnungen komplett zerstört. Die Feuerwehr war mit rund 100 Einsatzkräften vor Ort und kämpfte mehrere Stunden gegen die Flammen sowie ein einsturzgefährdetes Baugerüst. Verletzte gab es glücklicherweise nicht, doch der Schaden ist immens, und einige Bewohner haben ihr Zuhause verloren.
Dachstuhl eingestürzt: Luxuswohnungs-Bau im Dachgeschoss betroffen
Das Feuer brach kurz nach 17 Uhr in der Mommsenstraße, Ecke Waitzstraße, aus. Der Dachstuhl des Eckgebäudes stürzte komplett ein, und vom Dach blieb nur noch ein Gerippe übrig. Das Dachgeschoss wurde derzeit für den Ausbau zu mehreren Penthouse-Eigentumswohnungen mit gehobener Ausstattung genutzt, die für mindestens zwei Millionen Euro angeboten werden sollten und im 4. Quartal dieses Jahres bezugsfertig sein sollten. Weil auch eine Zwischendecke darunter einstürzte, wurden zudem mehrere bewohnte Wohnungen im bisher höchsten Wohngeschoss zerstört.
Feuerwehr mit besonderen Herausforderungen konfrontiert
Die Feuerwehr sah sich mit mehreren Problemen konfrontiert: Das Baugerüst, das wegen des Dachgeschoss-Ausbaus an dem Haus steht, fing ebenfalls Feuer und war akut einsturzgefährdet. Teile des Gerüstes fielen herab und zerstörten einen Feuerwehrschlauch. Zudem bestand die Gefahr, dass sich die Flammen auf Nachbargebäude ausbreiten. Der Qualm war weithin sichtbar und stieg hoch über umliegende Gebäude, und auch einige Straßen weiter war deutlicher Brandgeruch wahrnehmbar. Anwohner wurden per Warn-App Nina vor Geruchsbelästigung gewarnt.
Evakuierung und Notunterkünfte für Bewohner
Das Eckhaus und benachbarte Gebäude wurden geräumt. Etwa 25 Personen wurden in einem Bus der Feuerwehr betreut, und eine Notunterkunft für bis zu 50 Personen war in Vorbereitung. Die Bauaufsicht ist vor Ort, um zu entscheiden, wie es für die Bewohner weitergeht. Wie viele Wohnungen unbewohnbar sind, wird derzeit geprüft. Das Feuer ist unter Kontrolle, aber es gibt noch Glutnester im Dach.
Der Schaden ist beträchtlich, und die Bewohner stehen vor einer ungewissen Zukunft. Die Feuerwehr bleibt im Einsatz, um Nachlöscharbeiten durchzuführen und die Sicherheit der Umgebung zu gewährleisten.



