Nächtlicher Feuerwehreinsatz in Perleberg: Brennende Matratze löst Rettungsaktion aus
In der Nacht auf Dienstag kam es in Perleberg zu einem dramatischen Feuerwehreinsatz, der durch eine brennende Matratze ausgelöst wurde. Der Vorfall ereignete sich in einem Mehrfamilienhaus in der Bäckerstraße 16, wo der Hausflur in Vollbrand geriet und eine erhebliche Rauchentwicklung verursachte.
Evakuierung und schnelle Löschaktion
Gegen 22.50 Uhr alarmiert, starteten die Ortsfeuerwehren der Freiwilligen Feuerwehr Perleberg eine umfangreiche Rettungs- und Löschaktion. Vor Ort mussten die Einsatzkräfte sieben Personen, die hilflos an den Fenstern standen, mittels einer Drehleiter evakuieren. Insgesamt hielten sich zum Zeitpunkt des Brandes dreizehn Personen im Gebäude auf – sechs Bewohner konnten das Haus selbstständig verlassen, während auch die Bewohner des Hinterhauses in Sicherheit gebracht wurden.
Beate Mundt, Pressesprecherin der Perleberger Feuerwehr, erklärte: „Der ganze Hausflur stand im Vollbrand.“ Zeitgleich zur Menschenrettung wurde der Brand bekämpft, wobei das Feuer relativ schnell unter Kontrolle gebracht werden konnte. Hierfür wurden das zweite Obergeschoss und das Dachgeschoss stromlos geschaltet, und das Wohnhaus wurde mit zwei Hochdrucklüftern vom Rauch befreit. Die Lösch- und Nachlöscharbeiten waren gegen halb eins abgeschlossen.
Verletzte und Nachwirkungen
Nach Polizeiangaben wurden vier Personen verletzt, darunter ein dreijähriges Kind. Alle Verletzten wurden in ein Krankenhaus gebracht. Für die restlichen Bewohner wurde eine Sammelstelle im nahegelegenen Hotel „Deutscher Kaiser“ eingerichtet, bis sie in ihre Wohnungen zurückkehren konnten. Am Folgetag war äußerlich nichts mehr vom Brand zu sehen, das Gebäude erschien unversehrt.
Der entstandene Sachschaden kann momentan noch nicht beziffert werden, und die genaue Brandursache ist weiterhin unbekannt. Die Kriminalpolizei ermittelt wegen des Verdachts der schweren Brandstiftung, während die Bewohner nun wieder in ihre Wohnungen zurückkehren oder bei Verwandten untergekommen sind.



