Neue Generation kündigt Protestwoche in Berlin an - Kreative Aktionen für mehr Mitbestimmung
Neue Generation plant Protestwoche in Berlin

Neue Generation kündigt Protestwoche in Berlin an

Die politische Gruppierung Neue Generation hat für die kommende Woche eine umfangreiche Protestwoche in der deutschen Hauptstadt angekündigt. Die Aktivitäten sollen von Montag, dem 20. April, bis einschließlich Freitag, dem 24. April 2026, an verschiedenen Standorten in Berlin stattfinden. Dies gab die Bewegung in einer offiziellen Mitteilung bekannt.

Kreative Protestformen angekündigt

Eine Sprecherin der Gruppe versprach kreative, sportliche und künstlerisch gestaltete Proteste, die in den kommenden Tagen die Aufmerksamkeit auf ihre Anliegen lenken sollen. Konkrete Details zu den geplanten Aktionen wurden jedoch bewusst nicht preisgegeben, um das Überraschungsmoment zu wahren. Die Bewegung setzt sich nach eigenen Angaben vorrangig für folgende Ziele ein:

  • Mehr direkte Mitbestimmung der Bevölkerung
  • Größere soziale Gerechtigkeit in der Gesellschaft
  • Kritische Auseinandersetzung mit wirtschaftlichen Einflüssen auf die Politik

Wie viele Menschen sich tatsächlich an den Protesten beteiligen werden, bleibt vorerst unklar. Die Gruppierung hat ihren Ursprung in der ehemaligen Klimaschutzbewegung Letzte Generation, die sich Anfang des Jahres 2025 aufgelöst hatte. Diese hatte in den vergangenen Jahren insbesondere durch zahlreiche Straßenblockaden und spektakuläre Aktionen für öffentliches Aufsehen gesorgt.

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Museumsaktion als möglicher Auftakt

Bereits am Dienstag dieser Woche gab es eine erste Aktion, die möglicherweise als Vorbote für die angekündigte Protestwoche dienen könnte. Im Berliner Bode-Museum klebte sich eine Aktivistin mit Sekundenkleber an eine Glasvitrine im Münzkabinett, in der historische Geldstücke ausgestellt werden.

Die Neue Generation bestätigte auf ihrer Instagram-Seite, dass es sich bei der Person um eine Unterstützerin ihrer Bewegung handelte, die sich als Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) verkleidet hatte. Mit dieser symbolischen Aktion kritisierte die Aktivistin nach Angaben der Gruppierung, dass die Ministerin nicht die nötige kritische Distanz zur Wirtschaft halte, um im Sinne der Bevölkerung unabhängige Entscheidungen treffen zu können.

Eine Sprecherin der Stiftung Preußischer Kulturbesitz gab Entwarnung: Das Ausstellungsobjekt in der Vitrine wurde nach ersten Untersuchungen nicht beschädigt. Die Sicherheitskräfte des Museums konnten die Situation schnell unter Kontrolle bringen.

Am Tag nach dem Vorfall deutete eine Vertreterin der Neuen Generation an, dass diese Museumsaktion durchaus als Auftakt für die geplante Protestwoche betrachtet werden könne. Damit signalisiert die Bewegung, dass sie in den kommenden Tagen mit weiteren unkonventionellen Protestformen auf sich aufmerksam machen will.

Die Berliner Behörden sind über die angekündigten Proteste informiert und bereiten sich auf verschiedene Szenarien vor. Besonders beobachtet wird die Entwicklung, da die Neue Generation aus der bekannt konfrontativen Letzten Generation hervorgegangen ist, deren Aktionen in der Vergangenheit regelmäßig zu Verkehrsbehinderungen und polizeilichen Einsätzen führten.

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