Berlin: Razzien nach linksextremistischem Brandanschlag auf Strommasten im September 2025
Razzien nach Brandanschlag auf Berliner Strommasten

Razzien in mehreren Bundesländern nach Brandanschlag auf Berliner Strominfrastruktur

Seit dem frühen Dienstagmorgen laufen im Auftrag der Generalstaatsanwaltschaft umfangreiche Durchsuchungsmaßnahmen in mehreren Bundesländern. Die Ermittlungen richten sich gegen namentlich bekannte Beschuldigte im Zusammenhang mit einem schwerwiegenden Brandanschlag auf die Stromversorgung in Berlin. Dieser Vorfall hatte im vergangenen September zu erheblichen Beeinträchtigungen geführt.

Tagelanger Stromausfall nach gezieltem Angriff

Am 9. September 2025 verübten mutmaßliche Linksextremisten einen Brandanschlag auf Hochspannungsmasten im Berliner Stadtteil Johannisthal, der zum Bezirk Treptow-Köpenick gehört. Das gelegte Feuer zerstörte mehrere dicke Starkstromleitungen an der Basis von zwei Strommasten. In einem anschließend im Internet veröffentlichten Bekennerschreiben wurde der Angriff als gezielte Aktion gegen den Technologiepark Adlershof dargestellt. Genannt wurden dabei explizit Firmen und Forschungseinrichtungen aus den Bereichen Informationstechnologie, Robotik, Bio- und Nanotechnologie, Raumfahrt sowie der Sicherheits- und Rüstungsindustrie.

Die Folgen des Anschlags waren massiv: Anfangs waren rund 50.000 private Haushalte und gewerbliche Kunden der landeseigenen Stromnetz Berlin GmbH von dem Stromausfall betroffen. Viele mussten tagelang ohne elektrische Versorgung auskommen. Bei den betroffenen Unternehmen entstanden nach ersten Schätzungen erhebliche wirtschaftliche Schäden, die auf einen Bereich zwischen 30 und 70 Millionen Euro beziffert werden.

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Ermittlungen und Durchsuchungen laufen

Die nun eingeleiteten Maßnahmen der Generalstaatsanwaltschaft folgen den intensiven Ermittlungen der vergangenen Monate. Über die laufenden Durchsuchungen hatten zunächst die Medien „Bild“ und „Welt“ berichtet. Ein Sprecher der Anklagebehörde bestätigte, dass sich die Aktionen gegen spezifisch identifizierte Beschuldigte richten. Die Razzien erstrecken sich nicht nur auf Berlin, sondern werden bundesländerübergreifend durchgeführt.

Der Vorfall unterstreicht die Verwundbarkeit kritischer Infrastrukturen und die potenziell weitreichenden Konsequenzen solcher Angriffe. Die Aufklärung des Falls und die strafrechtliche Verfolgung der Täter haben für die Behörden hohe Priorität.

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