Gartenarbeit im März: Diese 3 Fehler sollten Hobbygärtner unbedingt vermeiden
Gartenarbeit im März: 3 häufige Fehler vermeiden

Frühlingsfieber im Garten: Warum zu frühes Handeln Pflanzen schaden kann

Die ersten warmen Sonnenstrahlen des März wecken bei vielen Gartenbesitzern den Tatendrang. Nach langen Wintermonaten sehnt man sich nach frischem Grün und blühenden Beeten. Doch Experten mahnen zur Vorsicht: Ein verfrühter Start kann mehr zerstören als verschönern. Die myHOMEBOOK-Gartenexpertin Franka Kruse-Gering erklärt, welche Arbeiten besser auf später verschoben werden sollten.

"Ich verstehe die Ungeduld vollkommen", sagt Kruse-Gering. "Sobald die Sonne scheint, kribbelt es auch mir in den Fingern. Trotzdem lasse ich bewusst bestimmte Tätigkeiten noch liegen – das schützt die Pflanzen und spart Ärger."

1. Rasen säen und vertikutieren: Noch zu kalt für optimale Ergebnisse

Während das Mähen des Rasens im März durchaus möglich ist, sollten Gartenfreunde mit dem Säen und Vertikutieren noch warten. Dr. Harald Nonn von der Deutschen Rasengesellschaft bestätigt in älteren Interviews: "Sobald es etwas zu Mähen gibt, kann gemäht werden." Doch für Neusaat und Vertikutieren gelten andere Regeln.

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Die nächtlichen Temperaturen stellen das Hauptproblem dar. Zwar klettern die Werte tagsüber oft auf 10 bis 18 Grad, doch nachts kann es regional noch so kalt werden, dass sogar Autoscheiben vereisen. Für Rasensamen sind diese Bedingungen suboptimal – sie benötigen konstante Wärme, um gut anzuwachsen.

Beim Vertikutieren kommt hinzu, dass der Rasen bereits ausreichend wachsen muss, damit die entstehenden Löcher sich schnell wieder schließen können. Im März ist das Wachstum meist noch zu schwach, weshalb Experten empfehlen, diese Arbeiten auf April oder Mai zu verschieben.

2. Ziergräser schneiden: Lebensraum für Insekten bewahren

Bei Ziergräsern ist besonderes Fingerspitzengefühl gefragt. Ein zu später Schnitt nimmt den neuen Trieben Platz, während ein zu früher Schnitt wertvollen Lebensraum zerstört. Über den Winter nisten sich zahlreiche Insekten in den hohlen Stängeln ein, die bei verfrühtem Rückschnitt gefährdet werden.

Viele Gartenratgeber empfehlen zwar einen Schnitt im zeitigen Frühjahr, doch Biologin Dr. Saskia Schneider von PETBOOK rät zum Abwarten: "Bei Ziergräsern sollte man besser warten, bis es warm genug ist und sicher alle Insekten geschlüpft oder aufgewacht sind." Ein späterer Schnitt im April schadet den Pflanzen kaum, schützt aber die kleinen Gartenbewohner.

3. Frostempfindliche Pflanzen: Gefahr durch kalte Nächte

Dahlien, Geranien und Tomaten üben im März eine besondere Anziehungskraft aus – doch ihr Platz ist jetzt noch nicht im Freiland. Die stark schwankenden Temperaturen und mögliche Nachtfröste stellen eine ernste Gefahr dar. Besonders tückisch ist der kalte, oft sehr feuchte Boden.

Dahlienknollen können in kaltem Boden faulen, während Geranien und Tomaten äußerst empfindlich auf Kälte reagieren. Junge Triebe sind besonders gefährdet und können bereits bei leichtem Frost absterben. Experten empfehlen daher, mit dem Auspflanzen frostempfindlicher Arten bis nach den Eisheiligen Mitte Mai zu warten.

Fazit: Geduld zahlt sich im Garten aus. Wer im März verfrühte Arbeiten vermeidet, schützt nicht nur seine Pflanzen, sondern auch die Tierwelt und spart sich Enttäuschungen. Besser ist es, die Energie in Planung und Vorbereitung zu stecken – die Hauptsaison kommt bestimmt.

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