Bremer Senat kritisiert Lufthansa-Streichung der Frankfurt-Flüge
Senat gegen Lufthansa-Streichung Frankfurt-Flüge

Der Bremer Senat hat die Entscheidung der Lufthansa scharf kritisiert, die Flugverbindung zwischen Bremen und Frankfurt zum 1. Juli einzustellen. Die Strecke zähle zu den zentralen Anbindungen der Hansestadt an den internationalen Luftverkehr und sei von erheblicher Bedeutung für Wirtschaft, Wissenschaft und die internationale Erreichbarkeit des Standorts, teilte der Senat mit.

Wichtige Infrastruktur für Bremen

Mit derzeit rund 35 wöchentlichen Abflügen und mehr als 5.000 Passagieren pro Woche (Hin- und Rückflüge) stelle die Verbindung einen wesentlichen Bestandteil der verkehrlichen Infrastruktur dar. Auch für zahlreiche internationale Destinationen sei Frankfurt bislang der zentrale Umsteigepunkt für Reisende aus Bremen, die nicht oder nur eingeschränkt über andere Drehkreuze erreichbar sind.

Bürgermeister fordert Umdenken

„Die Entscheidung der Lufthansa reiht sich ein in eine Vielzahl von Streckenstreichungen in Deutschland in den letzten Wochen und Monaten und ist ein schwerer Schlag für Bremen und den ganzen Nordwesten“, sagte Bürgermeister Andreas Bovenschulte. Der Flughafen Bremen sei fortlaufend modernisiert worden und erziele bei Vergleichstests regelmäßig Bestnoten in Bezug auf Sicherheit und Pünktlichkeit.

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Der Senat werde deshalb alles dafür tun, dass die Entscheidung noch einmal überdacht wird. „Hier sehe ich wegen der infrastrukturellen Systemrelevanz der Lufthansa auch den Bundesverkehrsminister in der Pflicht. Hinzu kommt, dass der Flughafen Bremen eine zentrale Rolle im Zusammenhang mit dem Operationsplan Deutschland einnimmt und Bremen und das Bundesverteidigungsministerium sich in fortgeschrittenen Gesprächen über eine militärstrategische Aufwertung mit massiven Investitionen befinden“, ergänzte der SPD-Politiker. Dies dürfe nicht durch privatwirtschaftliche Entscheidungen konterkariert werden.

Der Senat appelliert daher an die Lufthansa, die Streichung zu überdenken, und fordert den Bund auf, sich für den Erhalt der Verbindung einzusetzen. Die wirtschaftlichen und strategischen Interessen Bremens dürften nicht vernachlässigt werden.

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