TU Berlin schließt Hauptgebäude: Vorlesungen verlegt oder digital
TU-Hauptgebäude geschlossen: Alternativen für Lehrbetrieb

Die Technische Universität Berlin hat nach der Sperrung des Hauptgebäudes aufgrund von Baumängeln alternative Lösungen für den Lehrbetrieb angekündigt. Die Präsidentin der Hochschule, Fatma Deniz, teilte mit, dass ein Krisenstab eingerichtet worden sei. „Uns ist bewusst, dass diese Situation viele Menschen verunsichert und belastet“, erklärte sie. „Veranstaltungen werden in andere Räume verlegt oder notfalls als digitale Formate angeboten, damit das Sommersemester bestmöglich fortgeführt werden kann.“ Zudem sollen Teile der Universitätsverwaltung in andere Räume verlagert werden.

Mehr als 1.500 Menschen bei Infoveranstaltungen

Mehr als 1.500 Menschen nahmen den Angaben nach an zwei großen Townhall-Meetings teil, in denen über die weitere Entwicklung informiert wurde. Darüber hinaus sollen persönliche Sprechstunden sowie direkte Meetings mit betroffenen Fachgebieten und Teams eingerichtet werden. Deniz betonte, dass die TU sehr viel Unterstützung von den Berliner Partneruniversitäten sowie von Hochschulleitungen aus ganz Deutschland erfahre.

Am Freitag war bekannt geworden, dass die TU ab Samstag das Hauptgebäude wegen baulicher Mängel schließt. „Das historische Gebäude entspricht nicht mehr den heutigen Brandschutzanforderungen“, sagte Deniz. Mit einem Sanierungsbedarf von 2,4 Milliarden Euro stehe die Hochschule beispielhaft für die Folgen jahrelanger Investitionsstaus und Sparmaßnahmen in der öffentlichen Infrastruktur. Die Universität arbeitet nun daran, den Lehrbetrieb so reibungslos wie möglich aufrechtzuerhalten und alle Beteiligten regelmäßig über den Fortschritt zu informieren.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration
Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram