Brandenburg fusioniert Ämter: Ein Beauftragter für Senioren und Behinderte
Brandenburg: Ein Beauftragter für Senioren und Behinderte

Brandenburg fusioniert Ämter: Ein Beauftragter für Senioren und Behinderte

In einem bemerkenswerten Schritt zur Verwaltungsvereinfachung hat das Land Brandenburg die Positionen des Seniorenbeauftragten und des Behindertenbeauftragten zusammengelegt. Künftig wird Norman Asmus beide Ämter in Personalunion führen. Diese Entscheidung wurde von Brandenburgs Sozialminister René Wilke (SPD) am Donnerstag offiziell bestätigt und markiert eine signifikante Veränderung in der Landesverwaltung.

Hintergründe der Fusion

Die Zusammenlegung erfolgt vor dem Hintergrund mehrerer Faktoren. Bereits seit längerem gab es in Potsdam Spekulationen, dass die vakante Stelle der bisherigen Landesbehindertenbeauftragten Janny Armbruster nicht neu besetzt werden würde. Armbruster hatte zuvor vor dem Arbeitsgericht Potsdam gegen die vom BSW aufgestellte Sozialministerin Britta Müller geklagt, weil sie bei der turnusgemäßen Wiederbesetzung übergangen worden war. Diese Klage wurde jedoch in der vergangenen Woche zurückgezogen.

Gleichzeitig hatte die neue Koalition aus SPD und CDU in ihrem Koalitionsvertrag angekündigt, das Beauftragtenwesen des Landes einer kritischen Überprüfung zu unterziehen. Der Brandenburger Landeshaushalt ist derzeit von einem Milliardendefizit geprägt, und es besteht die Vorgabe, im Personalbestand des Landes insgesamt fünf Prozent der Stellen einzusparen.

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Minister Wilke begründet die Entscheidung

Sozialminister René Wilke äußerte sich ausführlich zu den Beweggründen für diese strukturelle Änderung. „Aus meiner Sicht sind beide Funktionen, die des Seniorenbeauftragten und die des Behindertenbeauftragten, wichtig“, betonte Wilke. „Und beide beschäftigen sich mit bedeutenden Personengruppen in diesem Land.“

Wilke verwies zudem auf den Auftrag des Koalitionsvertrags, das Beauftragtenwesen genau zu prüfen. „Durch die Vakanz haben wir hier eine Möglichkeit, Dinge neu zu sortieren“, erklärte der Minister. „Und der derzeitige Landesseniorenbeauftragte Norman Asmus ist aus meiner Sicht eine Person, die für beide Posten hervorragend geeignet ist, und sowohl bei Menschen mit Behinderung als auch bei Senioren großes Ansehen genießt.“ Daher erscheine es sinnvoll, beide Positionen zusammenzulegen.

Norman Asmus übernimmt Doppelfunktion

Norman Asmus, der bisher bereits als Seniorenbeauftragter des Landes Brandenburg tätig war, übernimmt nun zusätzlich die Aufgaben des Behindertenbeauftragten. Diese Doppelrolle bringt eine erhebliche Verantwortung mit sich, da er sich künftig um die Belange zweier großer Bevölkerungsgruppen gleichzeitig kümmern muss.

Die Entscheidung spiegelt den allgemeinen Trend zur Konsolidierung und Effizienzsteigerung in der öffentlichen Verwaltung wider, insbesondere angesichts angespannter Haushaltslagen. Es bleibt abzuwarten, wie sich diese strukturelle Veränderung auf die Interessenvertretung von Senioren und Menschen mit Behinderungen in Brandenburg auswirken wird.

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