BVG Berlin: So nutzen Sie Notbremse und Sprechanlage in der Straßenbahn richtig
BVG Berlin: Notbremse und Sprechanlage in der Straßenbahn

BVG Berlin: Richtiges Verhalten in Notsituationen der Straßenbahn

Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) weisen ihre Fahrgäste darauf hin, wie sie in Gefahrensituationen in der Straßenbahn richtig reagieren können. Im Zentrum stehen dabei zwei wichtige Einrichtungen: die Notbremse und die Gegensprechanlage. Beide befinden sich stets an jeder Eingangstür der Fahrzeuge und sind für alle Passagiere leicht zugänglich.

Direkter Kontakt zum Fahrpersonal über Sprechanlage

Über die Sprechanlagen wird ein unmittelbarer Kontakt zur Fahrerin oder zum Fahrer hergestellt. Dieser direkte Draht ermöglicht es, Notsituationen schnell zu melden. Im Falle einer Straftat kann das Fahrpersonal bei der Leitstelle sofort veranlassen, dass Videoaufnahmen gesichert werden. Dies ist ein wichtiger Schritt zur Beweissicherung und unterstützt spätere Ermittlungen.

Thorsten Franz, seit 41 Jahren Straßenbahnfahrer bei der BVG und zugleich Fahrlehrer, betont: "Die Notbremse zu betätigen schaffe jeder." An den entsprechenden Positionen gibt es auch barrierefreie Sprechanlagen, die beispielsweise von Rollstuhlfahrern problemlos erreicht werden können. Dies unterstreicht das Bestreben der BVG, alle Fahrgäste gleichermaßen zu schützen.

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Funktionsweise der Notbremse in Trams

Beim Ziehen der Notbremse stoppt das Straßenbahnfahrzeug sofort ab – ein entscheidender Unterschied zur U-Bahn, die bis zur nächsten Station weiterfährt. Durch die automatisch aktivierte Bildübertragung der jeweiligen Kamera und die Sprechstelle kann sich der Fahrer bereits in der Kabine ein genaues Bild von der Lage machen. Im Notfall kann er direkt die Leitstelle informieren, die dann die erforderlichen Hilfsmaßnahmen koordiniert.

Laut BVG wird in den Berliner Trambahnen durchschnittlich einmal pro Woche von Fahrgästen die Notbremse betätigt. Dabei wird zwischen mutwilligen Fehlalarmen und falsch eingeschätzten Notsituationen unterschieden. Mutwillige Missbräuche kommen praktisch nie vor, werden aber dennoch in Kauf genommen – obwohl in den Fahrzeugen stets darauf hingewiesen wird, dass die missbräuchliche Nutzung strafbar ist.

Verständnis für falsch eingeschätzte Situationen

Bei falsch eingeschätzten Notsituationen sollen die Fahrer und Fahrerinnen laut Fahrlehrer Franz Verständnis zeigen. Jeder Fahrgast soll sich ermutigt fühlen, die Notbremse bei Bedarf zu ziehen, betont auch eine BVG-Sprecherin. Diese Haltung soll Ängste nehmen und sicherstellen, dass im Ernstfall keine Hemmungen bestehen.

Zur weiteren Aufklärung hat die BVG ein neues Erklärvideo auf ihrer Internetseite veröffentlicht. Dieses zeigt detailliert, wie Fahrgäste im Notfall Hilfe holen können. In Zukunft soll das Video per QR-Code in den Trams aufrufbar sein, um die Informationen noch besser zugänglich zu machen.

Die kontinuierlichen Bemühungen der Berliner Verkehrsbetriebe zielen darauf ab, die Sicherheit aller Fahrgäste zu erhöhen und klare Handlungsanweisungen für Notsituationen zu vermitteln. Durch die Kombination aus technischen Einrichtungen und Aufklärungsmaßnahmen wird ein umfassender Schutz gewährleistet.

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