Forschung am Flugplatz: Drohnen für Waldbrände und Munitionssuche in Brandenburg
Drohnenforschung für Krisenfälle am Brandenburger Flugplatz

Forschung am Flugplatz: Drohnen für Waldbrände und Munitionssuche in Brandenburg

Die Technische Hochschule Wildau nutzt den Flugplatz Schönhagen südlich von Berlin als innovatives Forschungslabor für Luftfahrttechnik. Im Fokus stehen dabei Drohnen, die speziell für den Einsatz in Krisensituationen entwickelt und getestet werden. Diese unbemannten Fluggeräte werden über moderne 5G-Mobilnetze gesteuert und sollen künftig eine entscheidende Rolle bei der Bekämpfung von Waldbränden spielen.

Vielfältige Einsatzmöglichkeiten der Drohnentechnologie

Neben der Waldbrandbekämpfung eröffnen die Forschungsdrohnen weitere vielversprechende Anwendungsgebiete. So können sie dazu eingesetzt werden, Munition unter der Erdoberfläche aufzuspüren – eine Aufgabe, die bisher oft mit hohem personellen Aufwand und Risiko verbunden war. Darüber hinaus arbeiten die Wissenschaftler an Systemen, bei denen künstliche Intelligenz und Robotertechnologie kombiniert werden, um Hindernisse auf Landebahnen automatisch zu identifizieren und so die Flugsicherheit zu erhöhen.

Brandenburgs Wissenschaftsministerin Manja Schüle (SPD) zeigte sich bei einem Besuch des Flugplatzes bei Trebbin im Landkreis Teltow-Fläming beeindruckt von den Entwicklungen. „Damit bringt die TH Wildau Innovationen zum Fliegen und stärkt die Region als Luftfahrtstandort der Zukunft“, betonte Schüle. Die Ministerin verwies darauf, dass solche Projekte den konkreten Nutzen von Wissenschaft für die Gesellschaft demonstrieren: „Das zeigt: Wissenschaft hat einen Mehrwert zum Nutzen der Menschen, um das Leben sicherer und besser zu machen.“

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Fliegendes Labor und regionale Vernetzung

Die TH Wildau setzt am Flugplatz Schönhagen nicht nur Drohnen ein, sondern verfügt auch über ein Forschungsflugzeug, das als fliegendes Labor dient. TH-Präsidentin Ulrike Tippe erläuterte den Ansatz der Hochschule: „Unser Anspruch ist es, mit unseren Erfahrungen und Kompetenzen aktuelle gesellschaftliche Herausforderungen aufzugreifen und dafür konkrete Lösungsansätze zu entwickeln.“

Die Forschungsaktivitäten sind eingebettet in ein breites Netzwerk regionaler und überregionaler Partner:

  • Zusammenarbeit mit der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg
  • Kooperation mit der Technischen Universität Berlin
  • Partnerschaften mit verschiedenen Fraunhofer-Instituten
  • Zusammenarbeit mit der Deutschen Telekom für die 5G-Infrastruktur

Die 1991 gegründete Technische Hochschule Wildau im Landkreis Dahme-Spreewald zählt etwa 3.500 Studierende und hat sich als wichtige Forschungsinstitution in der Region etabliert. Die aktuellen Projekte am Flugplatz Schönhagen unterstreichen diese Position und zeigen, wie angewandte Forschung konkrete Lösungen für gesellschaftliche Herausforderungen entwickeln kann.

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