Erste Wegweiser für die Radroute zwischen Berlin und Dresden installiert
Die beliebte Radverbindung zwischen der sächsischen Landeshauptstadt Dresden und der deutschen Hauptstadt Berlin erhält nun eine offizielle Beschilderung. Die etwa 250 Kilometer lange Strecke führt von der historischen Frauenkirche in Dresden durch das malerische Lausitzer Seenland und den idyllischen Spreewald bis zum imposanten Brandenburger Tor in Berlin.
Bessere Orientierung für Radfahrer durch neue Schilder
Damit Radtouristen die Route künftig leichter finden können, werden aktuell Wegweiser entlang der gesamten Strecke angebracht. Im Stadtgebiet von Dresden sind nach Angaben des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs bereits etwa zwanzig Schilder installiert worden. Im Laufe dieses Jahres sollen weitere Wegweiser im Landkreis Meißen und auf brandenburgischer Seite folgen, um eine durchgängige Beschilderung zu gewährleisten.
Janek Mücksch, der Vorsitzende des ADFC Sachsen, betont die touristische Attraktivität der Radroute: „Der Radweg Berlin-Dresden ist touristisch total attraktiv. Er führt über ruhige Wege, meistens abseits von Straßen, ist sehr autoarm und deshalb angenehm zu fahren.“
Vielfältige Nutzungsmöglichkeiten der Strecke
Die Route bietet unterschiedliche Möglichkeiten für verschiedene Radfahrertypen:
- Sportliche Radler können die gesamte Distanz in etwa zwei Tagen bewältigen
- Familien wird empfohlen, sich für die Tour eine ganze Woche Zeit zu nehmen
- Entlang der Strecke finden sich zahlreiche fahrradfreundliche Unterkünfte für Übernachtungen
- Für Teilstrecken besteht an vielen Bahnhöfen die Möglichkeit, in den Zug umzusteigen
Ehrenamtliche Entwicklung und touristische Bedeutung
Die Initiative für diese Radroute ging bereits im Jahr 2012 vom ADFC Dresden aus. Mitglieder des Vereins entwickelten die Strecke ehrenamtlich, wobei sie größtenteils auf bestehende Radwege wie den Dahme- oder Spree-Radweg zurückgreifen konnte. Der ADFC stellt umfangreiches Informationsmaterial zur Verfügung.
Inzwischen ist das Projekt Teil der strategischen Radverkehrsplanung in Sachsen. Barbara Klepsch, Tourismusministerin des Freistaates Sachsen, erklärte bei der Montage eines Wegweisers in Dresden-Neustadt: „Wir wollen den Radtourismus im Freistaat Sachsen weiter ausbauen.“
Die Ministerin wies darauf hin, dass der Bau komplett neuer Radwege oft langwierig sei. Daher biete es sich an, wie in diesem Fall existierende Strecken intelligent miteinander zu verbinden. Die wirtschaftliche Bedeutung des Radtourismus in Sachsen ist beträchtlich: Nach Angaben des Landestourismusverbandes werden mit Radfahrern jährlich mehr als 560 Millionen Euro Umsatz erwirtschaftet und etwa 10.800 Arbeitsplätze gesichert.
Bei der offiziellen Inbetriebnahme der ersten Wegweiser brachten Tourismusministerin Barbara Klepsch und ADFC-Vorsitzender Janek Mücksch gemeinsam eines der neuen Schilder an, symbolisch für die erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen öffentlicher Hand und zivilgesellschaftlichem Engagement.



