Feuerwehr-Streit nach Hymnen-Eklat: Neuer Verband droht Spaltung
Feuerwehr-Streit nach Hymnen-Eklat spitzt sich zu

Feuerwehr-Streit nach Hymnen-Eklat spitzt sich weiter zu

Der Konflikt zwischen dem Feuerwehrverband und einem wegen des Deutschlandlieds entlassenen Feuerwehrmann aus Bad Belzig eskaliert. Rolf Fünning, Präsident des Landesfeuerwehrverbandes Brandenburg, wirft dem ehemaligen Wettkampfrichter Richard Münder vor, mit der Gründung einer Deutschen Feuerwehrsport Gemeinschaft die Feuerwehrwelt spalten zu wollen. Dies berichtete zuerst die „Märkische Allgemeine Zeitung“.

Historisch belastete Hymne löst Eklat aus

Der Hintergrund des Streits liegt im vergangenen Jahr: Bei der Eröffnung der Deutschen Meisterschaften im Feuerwehrsport 2025 im sächsischen Torgau erklang die historisch belastete erste Strophe des Deutschlandlieds. Münder hatte zuvor alle drei Strophen in einer Gesangsversion von Heino aus dem Internet heruntergeladen, wie er selbst angab.

Die Folge war ein öffentlicher Eklat. Sowohl der Deutsche Feuerwehrverband als auch der Landesfeuerwehrverband entbanden den ehrenamtlichen Feuerwehrmann aus Bad Belzig daraufhin von seinen Ämtern. Münder fühlt sich diskreditiert und zu Unrecht als Alleinschuldiger dargestellt. Aus Solidarität gibt der Schlager- und Volksmusikstar Heino heute Abend ein Konzert in Bad Belzig.

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Neuer Verband als Zusatzangebot geplant

Münder erklärte, er habe die Deutsche Feuerwehrsport Gemeinschaft als eine Art Interessengemeinschaft mitgegründet. Dies sei ein Zusatzangebot außerhalb der Strukturen des etablierten Feuerwehrverbandes. Geplant ist, jährlich eine Deutsche Meisterschaft für Feuerwehrsportler auszurichten, um eine alternative Plattform zu schaffen.

Präsident warnt vor Gräben in der Feuerwehrwelt

Der Präsident des Landesfeuerwehrverbandes, Fünning, äußerte deutliche Bedenken: „Wir befürchten, dass es die Feuerwehrwelt spaltet.“ Zwar werde keinem Mitglied die Teilnahme an der neuen Gemeinschaft verboten, jedoch sei das Tragen von Kleidung und Insignien des Landesfeuerwehrverbandes bei deren Aktivitäten untersagt. Dies wurde in einem Schreiben Fünnings an den Präsidialrat des Landesverbandes festgehalten.

Der Deutsche Feuerwehrverband organisiert die Meisterschaften im Feuerwehrsport traditionell alle vier Jahre – zuletzt 2025 in Sachsen. Die Gründung eines konkurrierenden Verbandes könnte diese etablierte Struktur nachhaltig verändern und neue Konflikte in der Brandenburger Feuerwehrlandschaft hervorrufen.

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