Grüne: Land muss CSDs besser schützen
Angesichts des starken Anstiegs queerfeindlicher Übergriffe in Mecklenburg-Vorpommern müsse die Landesregierung ihrer Verantwortung gerecht werden, fordern die Bündnisgrünen. Der Christopher Street Day (CSD) steht für Sichtbarkeit, Vielfalt und den gemeinsamen Einsatz für die Rechte der queeren Community. Seit Ende der 1970er-Jahre wird er in Deutschland begangen und findet mittlerweile auch in mehreren Städten in Mecklenburg-Vorpommern statt. Der Startschuss in diesem Jahr fällt am 16. Mai in Parchim. Weitere Paraden sind am 13. Juni in Waren (Müritz), am 27. Juni in Greifswald, am 4. Juli in Schwerin, am 18. Juli in Rostock und am 15. August in Neustrelitz geplant.
Grüne sehen Innenminister Pegel in der Pflicht
In Parchim ist nach Polizeiangaben auch eine Demonstration angemeldet worden, die sich gegen den CSD richtet. Vor diesem Hintergrund und angesichts steigender queerfeindlicher Straftaten fordert der Landesvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen, Ole Krüger, ein entschlosseneres Handeln der Landesregierung. Wenn CSD-Teilnehmern dazu geraten werde, nur in Gruppen anzureisen und sich erst vor Ort sichtbar queer zu zeigen, dann sei das ein alarmierendes Zeichen. Queerfeindlichkeit sei längst keine Randerscheinung mehr, konstatiert Krüger, der auch bündnisgrüner Spitzenkandidat zur Landtagswahl ist. Sie bedrohe Menschen ganz real im Alltag.
„Mit dem Beginn der CSD-Saison in Parchim erwarte ich von Innenminister Pegel, dass die Veranstaltungen umfassend geschützt werden – nicht nur auf dem Kundgebungsgelände, sondern auch auf den An- und Abreisewegen. Wer mit Bus oder Bahn zum CSD fährt, muss dies ohne Angst tun können. Sonst wird das Demonstrationsrecht faktisch eingeschränkt.“ Zugleich fordert Krüger die Landesregierung auf, den eigenen Aktionsplan gegen Homophobie endlich konsequent umzusetzen und finanziell ausreichend auszustatten.



