Ostbeauftragte besucht PCK-Raffinerie: Standort als sicher und zukunftsweisend bestätigt
Die Ostbeauftragte der Bundesregierung, Elisabeth Kaiser, hat bei ihrem Besuch der PCK-Raffinerie in Schwedt/Oder im Nordosten Brandenburgs eine positive Bilanz gezogen. Sie erklärte, die Lage des wichtigen Energieversorgers sei derzeit gesichert und biete Planungssicherheit für neue Investitionen. „Es gibt Planungssicherheit für neue Investitionen am Standort Schwedt“, betonte Kaiser gegenüber der Deutschen Presse-Agentur vor ihrem Besuch der Raffinerie, die Teile Berlins, Brandenburgs, Mecklenburg-Vorpommerns und Westpolens mit Sprit, Heizöl, Kerosin und weiteren Produkten versorgt.
Bundesregierung sichert Standort und Arbeitsplätze durch Treuhandverwaltung
Kaiser verwies auf die Maßnahmen der Bundesregierung, die die deutsche Rosneft-Tochter und damit deren Anteil an der Raffinerie unter Treuhandverwaltung der Bundesnetzagentur gestellt hat. „Das sichert den Standort als wichtigsten Lieferanten für Erdölprodukte in Ostdeutschland und damit Tausende von Arbeitsplätzen“, sagte die Staatsministerin. Sie hob hervor, dass auch die Gefahr von Sanktionen gegen Russland gebannt sei, was längerfristig Rohöllieferungen, Zahlungsabwicklung und Betrieb der PCK-Raffinerie absichere.
Der Besuch erfolgte wenige Wochen nach der Ankündigung des US-Finanzministeriums, dass die unter Treuhandverwaltung stehenden deutschen Tochtergesellschaften des russischen Unternehmens Rosneft dauerhaft von US-Ölsanktionen verschont bleiben sollen. Dies unterstreicht die gestiegene Stabilität des Standorts.
PCK als Modell für klimafreundlichen Wandel und Wasserstoffprojekt
In Schwedt zeige sich exemplarisch, wie Herausforderungen und Chancen für einen Wandel zu einem umweltfreundlichen Industriestandort genutzt werden können. „Mit meinem Besuch bei der PCK-Raffinerie möchte ich mir ein umfassendes Bild davon machen, wie dieser Transformationsprozess vor Ort Fahrt aufnimmt“, erklärte Kaiser. Sie verwies darauf, dass der Ausbau zu klimaneutraler Produktion im Mittelpunkt stehe.
Die Bundesregierung fördere ein ambitioniertes Wasserstoffprojekt, bei dem klimafreundliches Kerosin in Schwedt produziert werden soll, mit 245 Millionen Euro. „So werden Arbeitsplätze gesichert und neue industrielle Perspektiven für den Standort eröffnet“, so Kaiser. Dies unterstreiche die Rolle der PCK-Raffinerie als Vorreiter in der Energiewende.
Historischer Wandel: Von russischem Öl zu alternativen Quellen und Bundesaufsicht
Die PCK-Raffinerie hat in den letzten Jahren einen bedeutenden Wandel durchlaufen. Viele Jahre verarbeitete sie ausschließlich russisches Öl aus der Pipeline Druschba. Aufgrund des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine entschied die Bundesregierung jedoch, ab 2023 auf russisches Pipeline-Öl zu verzichten. Die Raffinerie stellte erfolgreich auf alternative Quellen um und demonstrierte damit ihre Anpassungsfähigkeit.
Mit etwa 1.200 Beschäftigten gehört PCK zu 54 Prozent deutschen Töchtern des russischen Staatskonzerns Rosneft. Der Bund hat diese aufgrund des Krieges unter Treuhandverwaltung gestellt. Nach einer neuen Regelung darf der Bund dauerhaft die Kontrolle über Rosneft Deutschland übernehmen, was die langfristige Sicherheit des Standorts weiter festigt. Diese Entwicklung unterstreicht die strategische Bedeutung der Raffinerie für die regionale Versorgung und den industriellen Wandel in Ostdeutschland.



