AfD Brandenburg bestätigt René Springer als Landesvorsitzenden
Die Alternative für Deutschland in Brandenburg hat auf ihrem Landesparteitag in Prenzlau eine klare Richtungsentscheidung getroffen. René Springer wurde mit deutlicher Mehrheit erneut zum Landesvorsitzenden gewählt. In der Uckersee-Halle stimmten 443 Delegierte für den 46-Jährigen, während 80 Mitglieder gegen ihn votierten und sich 15 enthielten.
Regierungsübernahme als erklärtes Ziel
Vor den versammelten Parteimitgliedern formulierte Springer ambitionierte Ziele für die kommende Legislaturperiode. „Unsere Wähler sagen uns, was sie wollen“, betonte der wiedergewählte Vorsitzende. „Frieden und keinen Krieg, einen sicheren Arbeitsplatz, Wohlstand und Sicherheit.“ Als zentrales Ziel nannte er die Regierungsübernahme nach den nächsten Landtagswahlen.
Die Familienpolitik rückte Springer dabei in den Mittelpunkt seiner Ausführungen. „Es ist unsere Aufgabe, wenn wir unser Land erhalten wollen, nicht nur unsere Grenzen zu schützen, sondern auch unsere Familien zu schützen“, erklärte er. Es müsse sich wieder lohnen, Kinder zur Welt zu bringen. Für seine eigenen Kinder wünsche er sich eine Zukunft in einem freien Land, nicht in einem Kalifat.
Neue stellvertretende Vorsitzende gewählt
Neben der Bestätigung Springers wählten die Delegierten zwei neue stellvertretende Landesvorsitzende:
- Den Landtagsabgeordneten Daniel Freiherr von Lützow
- Den Fraktionsvorsitzenden Hans-Christoph Berndt
Schärfste Kritik an geplanter Koalition
Berndt nutzte seine Rede für eine fundamentale Kritik an der geplanten Regierungszusammenarbeit von SPD und CDU. Diese Koalition sei nicht vom Wähler legitimiert, so seine Einschätzung. Die AfD stelle er dabei bewusst in die Tradition der friedlichen Revolution von 1989.
„Wir sind keine Extremisten, wir sind keine 33er, wir sind 89er“, positionierte sich Berndt deutlich. Seine Partei stehe für Gewaltfreiheit und das Volk. „Und das unterscheidet uns von SPD und CDU, das unterscheidet uns von Leuten wie Dietmar Woidke, die es sich in dieser dekadenten BRD bequem gemacht haben und jedes Ziel des Herbstes 1989 verraten haben.“
In deutlichen Worten formulierte Berndt das Selbstverständnis der Partei: „Wir sagen: Deutschland ist das Land der Deutschen und Deutschland soll das Land der Deutschen bleiben.“ Die AfD sehe sich als Hoffnungsträger für alle, die nicht wollten, dass sich ihre Kinder islamistischen Regeln oder migrantischem Terror unterwerfen müssten.
Abschließend betonte Berndt die historische Mission seiner Partei: In der AfD versammelten sich die Verteidiger und Retter Deutschlands – eine Rolle, an die man sich immer wieder erinnern müsse. Der Landesparteitag endete mit dem klaren Bekenntnis, als geschlossenes Team in den nächsten Wahlkampf zu ziehen.



