Wal-Drama vor Poel: Nabu fordert Konsequenzen für Meeresschutz
Wal-Drama vor Poel: Nabu fordert Konsequenzen

Der Naturschutzbund (Nabu) hat nach der erneuten Strandung eines Buckelwals vor der Insel Poel scharfe Kritik geübt und weitreichende Konsequenzen gefordert. Die Hilfsaktionen der Privatinitiative verfolgt die Organisation mit großer Sorge. „Zu geschwächt und krank scheint der Buckelwal, zu lang sein Leiden, zu auffällig die wiederholten Strandungen“, heißt es in einer Mitteilung. „Durch den nachvollziehbaren Drang der Menschen, dem Wal zu helfen, droht das Wohl des Tieres verloren zu gehen.“

Nabu fordert wirksame Meeresschutzgebiete

Der Nabu zog aus dem Vorfall eine klare Forderung: „Jedes Jahr ertrinken dutzende Schweinswale in Stellnetzen oder sogenannten Geisternetzen“, sagte Kim Detloff, Nabu-Leiter Meeresschutz. „Nur wenn wir gemeinsam Meeresschutzgebiete wirksam machen, die Fischerei nachhaltiger und die Nährstoffeinträge aus der Landwirtschaft abstellen, hat die Ostsee eine Zukunft, und mit ihr die Wale, Robben und Seevögel an unseren Küsten.“

Appell an Landesumweltminister

Der Nabu forderte Landesumweltminister Till Backhaus (SPD) auf, schnellstmöglich mindestens zehn Prozent des Küstenmeeres vor Mecklenburg-Vorpommern streng zu schützen. Die Organisation betonte, dass die wiederholten Strandungen des Buckelwals ein alarmierendes Zeichen für den schlechten Zustand der Ostsee seien. Nur durch entschlossene Maßnahmen könne das Sterben der Meerestiere gestoppt werden.

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