Ein Jahrhundertleben: Regina Paulokat feiert 100. Geburtstag in Gadebusch
Ein besonderes Jubiläum hat die Stadt Gadebusch in Mecklenburg-Vorpommern bewegt. Regina Paulokat feierte kürzlich ihren 100. Geburtstag und zählt damit zu den ältesten Einwohnern der Region. Die Feierlichkeiten wurden durch einen besonderen Glücksbringer bereichert: Schornsteinfegermeister und Bürgermeister Arne Schlien überbrachte persönlich seine Glückwünsche und einen Blumenstrauß an die Jubilarin.
Ein bewegtes Leben zwischen Sudetenland und Mecklenburg
Regina Paulokat, geborene Borde, erblickte 1926 im sudetendeutschen Schüttenitz das Licht der Welt. Ihr Lebensweg führte sie durch verschiedene Stationen:
- Jahrelange Tätigkeit als Zahnarzthelferin und Arzthelferin in Radebeul
- Umzug nach Gadebusch im Jahr 1951, wo sie ihre zuvor umgesiedelte Mutter und Schwester wiederfand
- Spätere Rückkehr ihres Vaters aus dem Krieg
Familienleben und beruflicher Werdegang
Nach ihrer Hochzeit mit dem Fotografen Hans Paulokat im Jahr 1954 zog das Paar in die Nachbarstadt Rehna und eröffnete dort ein Fotogeschäft. Mitte der 1960er-Jahre folgte ein weiterer Umzug nach Brüel bei Sternberg, wo sie ein neues Fotoatelier gründeten. Das Ehepaar führte dieses Geschäft bis zur Wendezeit, bevor beide in den Ruhestand traten.
Späte Jahre in Gadebusch
Im Jahr 2012 kehrten Regina Paulokat und ihr Mann Hans nach Gadebusch zurück und lebten zunächst im Betreuten Wohnen der Volkssolidarität. Inzwischen ist die Jubilarin Bewohnerin einer Pflegeeinrichtung der Volkssolidarität in der Münzstadt. Ihr Mann Hans verstarb vor wenigen Jahren und konnte daher nicht mehr an der Geburtstagsfeier teilnehmen.
Festliche Geburtstagsfeier im Rauchhaus Möllin
Die Party zum runden Geburtstag fand im Rauchhaus Möllin statt, wo Regina Paulokat mit ihren Neffen und Nichten feierte. Die besondere Aufmerksamkeit durch Bürgermeister und Schornsteinfegermeister Arne Schlien unterstrich die Bedeutung dieses seltenen Jubiläums für die Gemeinschaft.
Mit ihren 100 Lebensjahren blickt Regina Paulokat auf ein Jahrhundert zurück, das geprägt war von historischen Umbrüchen, beruflichem Engagement und familiären Bindungen. Ihre Geschichte steht exemplarisch für die Generation, die Krieg, Neuanfang und den Wandel der deutschen Gesellschaft im 20. Jahrhundert erlebte.



